Prinzessin Lea und der Zauberspiegel

Hallo…. diese Story ist eine Gemeinschaftsproduktion,von Aldo und mir 😉 Wir hoffen euch gefällt die Story und ihr lasst uns ein Like da ;)So, jetzt viel Spaß beim lesen wünschen euch Aldo und Lea XDLea 1 Hallo, mein Name ist Prinzessin Lea und wir schreiben das Jahr 619. Ich lebe am Hofe meines Vaters, der über ein kleines Königreich herrscht. Oft war mir langweilig und ich ging dann zu Merlin, unserem Magier. Sein Zauber und seine Erfindungen faszinierten mich.

So auch heute, wo wieder ein langweiliger Tag für mich war, suchte ich Merlins Gemächer auf. Merlin war aber nicht da, und so stöberte ich ein bisschen in seinen Erfindungen. Ich entdeckte einen seltsamen, wunderschönen Spiegel, der mit einem Tuch verhangen war. Der Spiegel war sehr schmutzig und ich konnte mich gar nicht darin sehen, also nahm ich ein Tuch und begann ihn zu putzen. Als ich jedoch mit der bloßen Hand das Glas berührte, versank meine Hand im Spiegel und ich erschrak.

Im gleichen Augenblick hörte ich Merlins Stimme: „Prinzessin, seid vorsichtig mit diesem Spiegel, es ist ein Zeitspiegel. “ „Was sagt ihr, Merlin, ein Zeitspiegel? Was soll das sein?“ „Ihr könnt mit dem Spiegel in eine andere Zeit gelangen. “ „Wart ihr schon dort, Merlin?“ „Nein“, sagte Merlin. Ich musste lachen. „Woher wollt ihr dann wissen, dass er in eine andere Zeit führt?“ „Seht hier, Prinzessin, diese Dinge fand ich in dem Spiegel. “ Merlin zeigte mir einige Gegenstände, die ich tatsächlich nie zuvor gesehen hatte.

„Was sind das für Dinge, Merlin?“ „Auch ich weiß es nicht, Prinzessin, seht dieses Gefäß, es befindet sich noch etwas schwarze Flüssigkeit darin, vielleicht um die Räder der Kutschen zu schmieren?“ „Es hat eine schöne Farbe“, sagte ich. „Und seht die Schrift, sie ist schwer zu lesen, aber ich glaube, es heißt Coke, was könnte das bedeuten?“ Merlin zuckte die Schultern. „Ko-ke? Keine Ahnung. Aber seht, Prinzessin, diese Stück einer Schriftrolle fand ich. Die Schrift ist sehr klein, doch seht hier oben, es scheint ein Datum zu sein.

“ Ich nahm die Schriftrolle und schaute sie genau an, dann schaute ich Merlin an und musste laut lachen. „Merlin, seid nicht töricht“, sagte ich, „Auf dem Schriftstück steht zwei null eins neun, es kann also kein Datum sein, das wäre ja erst in über tausend Jahren. “ „Und wieso nicht?“, fragte Merlin, kniete sich vor den Spiegel und schob seinen Ärmel nach oben, dann verschwand sein Arm im Spiegel, er schien nach etwas zu tasten und als er seinen Arm wieder zurück zog, hielt er noch ein Stück von einem Schriftstück in der Hand.

„Seht Prinzessin, auch hier steht diese Zahl. „“Merlin, warum entblößt ihr euren Arm, um in den Spiegel zu greifen?“ „Weil nur lebende Materie den Spiegel durchdringen kann, Prinzessin. “ „Äh deswegen konnte ich den Spiegel auch mit dem Lappen putzen. “ „So ist es“, antwortete Merlin. „Um durch den Spiegel zu gehen und auf die andere Seite zu gelangen müsste man wohl seine Gewänder ablegen. Ich würde es tun, aber ich weiß nicht, ob man von der anderen Seite zurück gelangen kann.

“ „Es ist spät, Merlin, ich werde zu Bett gehen, lasst uns morgen weiter sprechen“, sagte ich und ging in meine Gemächer. In dieser Nacht lag ich lange wach und konnte nicht schlafen, meine Gedanken drehten sich nur noch um den seltsamen Spiegel. Irgendwann tief in der Nacht stand ich auf, um noch einmal zu dem Spiegel zu gehen… Ich hoffte das Merlin seine Gemächer nicht verschlossen hatte. Ich schlich mich durch das Schloss und gelangte schließlich zu Merlins Gemächern.

Vorsichtig öffnete ich die Tür und war froh, dass sie nicht verschlossen war. Ich ging leise hinein, im Raum war es natürlich stockdunkel und ich war froh, meinen Kerzenleuchter dabei zu haben. Der Spiegel stand noch immer an der Wand und war wieder mit einem Tuch verhüllt. Ich nahm das Tuch ab und überlegte einen Moment. Sollte ich das wirklich tun? Was, wenn ich nicht zurück gelangen könnte? Ich schob meine Bedenken beiseite und steckte meine Hände in den Spiegel, es ging ganz leicht und so versuchte ich ganz durch den Spiegel zu gehen, aber ich kam nicht weiter, da fiel mir wieder ein, dass Merlin gesagt hatte, dass man nur ohne Gewand durch den Spiegel gelangen könne.

Sollte ich das wirklich tun? Was würde mich hinter dem Spiegel erwarten? Jetzt war es mir egal, zu neugierig war ich auf das Ungewisse. Ich streifte mein Gewand ab und ging entschlossen durch den Spiegel. Beim Hindurchschreiten zuckten überall Blitze und mir war sehr kalt, dann befand ich mich auch schon auf der anderen Seite. Ich drehte mich um und sah nur Lichtkreise, wo der Spiegel war, und ich konnte auch nicht mehr zurück.

Was hatte ich nur getan? Ich stand ohne Gewand splitterfasernackt in einer mir unbekannten Umgebung. Konnte das wirklich sein? Ich schaute mich um. Ich stand in einer Art Gasse, es war laut und immer noch zuckten Blitze, oder waren es Lichter an den Gebäuden? Alles war mir fremd… Ich hörte Stimmen und verkroch mich in eine Ecke hinter irgendwelchen Tonnen. Ohne Gewand konnte ich nicht einmal jemanden um Hilfe ersuchen. Jetzt kamen auch noch Leute in die Gasse.

Hoffentlich sehen sie mich nicht, dachte ich. Sie standen direkt vor den Tonnen, hinter denen ich mich versteckte und unterhielten sich. Wo war ich nur hingelangt? Ein Ort jedenfalls, wo die Menschen scheinbar nie schliefen. Es waren jedenfalls zwei junge Fräulein, die sich da unterhielten, und ich schätzte, dass sie in meinem Alter sein mussten. Meine Beine schmerzten schon, solange hockte ich bereits in meinem Versteck. Ich versuchte, mich etwas zu bewegen und dabei fiel etwas mit lautem Scheppern um.

Oh nein, dachte ich, wie konnte das nur passieren? Jetzt würden sie mich natürlich entdecken. Merlin 1 Ich wurde von einem Geräusch wach, wie ich es noch nie im Traum gehört hatte. Es klang so, wie wenn eiserne Krallen über Glas kratzten und zog sich bis tief ins Mark. Mir standen buchstäblich die Haare zu Berge, als ich keuchend von meiner Liegestatt aufsprang. Es war noch dunkel und ich fuhr mir durchs Haar, warf den Samtumhang über, huschte schnell und lautlos in mein Laboratorium und sah mich um.

Das Licht einer einsamen Kerze tauchte den Raum in gespenstisches Zwielicht. Ich trat vorsichtig näher. Nicht, dass hier ein böser Geist in meinen Gefilden unterwegs war…Ich versuchte jeden mir bekannten Enthüllungszauber, aber konnte keine fremde Präsenz entdecken. Also hatte die Anwesenheit des Leuchters eine natürlichere Ursache. Aber wer würde so dumm sein, sich des Nachts hierher zu wagen? Ich schloss kurz die Augen und konzentrierte mich. Etwas war anders als zu dem Zeitpunkt, als ich zur Ruhe gegangen war.

Ich schärfte meinen Blick und schaute in die Runde. Da, der Spiegel! Ich war ganz sicher, dass ich ihn nach dem Besuch der Prinzessin wieder abgedeckt hatte. Jetzt war das Tuch erneut fortgezogen. Seltsam! Und direkt davor lag noch etwas auf dem Boden. Ich eilte hin. Es war ein Gewand, noch körperwarm. Ich brauchte nicht zu raten, wem es gehörte. Trotzdem hob ich den teuren, dünnen Stoff zur Nase und schnupperte daran. Lea, ganz eindeutig.

Dieser unvergleichliche Duft aus Mädchenschweiß, Lavendel, Knoblauch und Moschus – ich würde ihn überall wiedererkennen. Ich brauchte nicht lange zu überlegen, was geschehen sein musste. Dieser neugierige, kleine Wildfang war durch den Spiegel gegangen. Vielleicht hätte ich sie deutlicher warnen sollen – oder einen Verhüllungszauber über diesen vermaledeiten Spiegel legen. Gar nicht auszudenken, was mir der König antun würde, wenn er erführe, was dank meiner Mutmaßungen seine einzige Tochter und Thronfolgerin getan haben mochte.

Der war glatt imstande, mich… Unbehaglich fasste ich um meinen sehnigen Hals, wie um mich zu vergewissern, dass er noch meinen Kopf mit dem Körper verband. Ich traf flink ein paar Vorbereitungen, schrieb ein paar erklärende Zeilen an den König, dann ließ ich meinen Samtumhang zu Boden rutschen. Ich fasste mit kräftigem Griff den Rahmen und schob meinen Kopf durch das Glas. Die schon bekannte Kälte legte sich wie eine Maske auf mein Gesicht.

Vermaledeit, ich konnte nichts erkennen! Immer weiter schob ich meinen Kopf vor. Je weiter ich vorrückte, desto stärker legte sich ein Sog auf jene Stellen, die in den Spiegel ragten. Nur mit Mühe konnte ich dagegen ankämpfen. Als ich mein Gesicht daraufhin mit einem Ruck zurückriss, fühlte es sich seltsam an. Unbegreiflicherweise war es plötzlich taghell im Raum. Ein paar Wachen mit auf mich gerichteten Hellebarden standen im Halbkreis um mich und einer der Bewaffneten polterte aus dem Raum.

Bestimmt gab er dem König Bescheid, dass sein Hofzauberer wieder vollständig anwesend war. Die anderen starrten mich derweil mit angstvoll geweiteten Augen an. Ich betrachtete seufzend im Spiegel die hoch aufragende, schlanke Gestalt mit dem Lausbubengesicht unter wirrem, braunem Haar, stutzte und sah genauer hin. Verdammt, mir war ein Stoppelbart gewachsen! Dabei hatte ich doch erst den Enthaarungszauber… Ich begriff, was passiert war. Die Passage durch den Spiegel verband zwei Zeitströme miteinander. Hier waren in diesen wenigen Atemzügen, die mein Gesicht im Spiegel gesteckt hatte, sicher Stunden vergangen.

Deshalb war es bereits wieder hell. Und deshalb die Stoppeln. Anscheinend wirkte der Zauber nicht außerhalb der normalen Zeit. Ich seufzte. Das Zittern der Wachen nahm langsam bedrohliche Ausmaße an. Hoffentlich erstachen die mich nicht in einem akuten Panikanfall, bevor der König da war. Lea 2 Die beiden Fräulein sprangen erschrocken vor, eine der beiden rief: „Wer ist da? Komm raus!“ Ich verkroch mich noch tiefer in meinem Versteck, bis die beiden die Tonne weg schoben und ich vor ihnen hockte.

„Wer bist du?“ „Ich bin Prinzessin Lea. “ Die beiden schauten sich an und grinsen. „Ah, okay… Und warum hast du nichts an?“ „Weil ich sonst nicht durch den Zeitspiegel hätte gehen können“, erwiderte ich. „Alles klar“, sagte eine der beiden und zwinkerte der anderen zu. „Also ich bin Kikki und das hier ist die Mändi. “ „Hey Lea“, sagte Mändi. „Ich hol dir schnell was zum Anziehen, ich hab hier um die Ecke mein Zimmer.

Mändi kann solange bei dir bleiben, okay?“, sagte Kikki. Ich nickte nur. Als Kikki zurückkam, hatte sie einen blauen Stoffrock und ein viel zu kurzes Obergewand für mich dabei… Aber ich war froh, wieder etwas zum Anziehen zu haben. Ich zog den Rock und das Gewand an. Ich schaute die beiden an. „Vorher war ich nackt – jetzt fühle ich mich so“, sagte ich. „Keine Unterkleidung und das Gewand reicht gerade einmal bis unter meine Brust.

Schuhe habe ich auch nicht. “ „Ja, das ist wirklich schrecklich“, seufzte Kikki und verdrehte die Augen. „Sei froh, dass du überhaupt was hast, die 5 Minuten bis zu mir wirst du schon so schaffen. Und jetzt los!“ Wir machten uns auf den Weg und selbst auf der kurzen Strecke glaubte ich kaum was ich sah… Die Kutschen sahen seltsam aus und bewegten sich ohne Pferde und alle Gebäude waren farbenfroh erleuchtet. „Oh das ist faszinierend, wer zündet all die Kerzen an für die Beleuchtung?“ Kikki und Mändi sahen sich fragend an, und Mändi machte mit ihrem Zeigefinger kleine Kreise neben ihrem Kopf.

Aus irgendeinem Grund dachte sie wohl, dass ich nicht ganz richtig im Kopf wäre, was mich natürlich ärgerte, aber ich sagte erstmal nix dazu. „So, Süße, wir sind da. Dann mal rein mit dir. “ Wir gingen in ein Haus und dort in ein Zimmer. Seltsam, es war rot beleuchtet und ein Bett und ein Schrank standen darin, in der Ecke eine viel zu kleine Wanne und das Wasser kam anscheinend von oben. Interessiert schaute ich mir die Konstruktion an.

„Wie könnt ihr darin baden? Und sagt, seid ihr eine Dienstmagd, dass Ihr in solch kleinem Gemach haust?“ „Also erstmal ist das 'ne Dusche und nein, ich bin keine Dienstmagd. Was ist das überhaupt? Mändi und ich arbeiten, wie du vielleicht hättest selbst merken können, als Prostituierte, falls dir das was sagt, und dann würde ich gerne wissen, was du eingeworfen hast, du bist ja völlig stoned?““Eingeworfen? Ich verstehe nicht, was Ihr sagt, hier ist mir alles fremd.

„“Okay ich geh dann mal wieder, ihr kommt klar, oder?“, sagte Mändi. „Ja klar Süße, geh ruhig, wir sehen uns dann. “ Als Mändi gegangen war, schaute Kikki auf die Uhr. „Oh Shit, Fuck, ich hab gleich 'nen Stammkunden den kann ich nicht wegschicken. “ „Einen was?“ „Na einen Freier. „“Oh, einen Freiherrn? Sagt mir seinen Namen! Ich kenne alle Edlen im Land, so sicher auch ihn. “ Kikki schlug sich mit der Hand vor das Gesicht.

“ Lea du machst mich echt wahnsinnig. “ Merlin 2 Der König kam, sah und war wütend. Was ich mit seinem Augenstern, seiner Tochter, angestellt hätte. Nur unter Mühe konnte ich ihm erklären, was geschehen war. Und dass ich unbedingt durch den Spiegel musste um Lea zu finden. Und einen Weg zurück. Das wollte er nicht gestatten. Seine Tochter und seinen Hofmagikus und ersten Berater an einem Tag zu verlieren, war ihm wohl trotz allem Zorns zu viel.

So musste ich ihn lange besänftigen und überreden. Schließlich schickte er die Wachen fort. Er nahm mir einen heiligen Eid ab, dass ich binnen Stundenfrist die Prinzessin zurückbringen würde. Ich wusste zwar, dass mir das vielleicht nicht gelingen mochte, doch hoffte ich, sie zumindest zu finden, ohne dass ihr ein Leid zugestoßen wäre. Wer weiß, was für Untiere und Gefahren an jenem fernen Ort lauern mochten, den sie so unvorsichtig betreten hatte? Ohne dass es der König bemerkte, machte ich die Gesten eines Verhüllungszaubers, während ich erneut mein Gewand ablegte.

Noch bevor er wieder aufblickte, lief ich schnellen Schrittes los und sprang mit den Armen voran in die nachgiebige Oberfläche des Spiegels, dessen Position ich mir genau eingeprägt hatte. Für den König musste es jedoch so aussehen, als rannte ich auf die wie durch ein Wunder plötzlich spiegellose, gemauerte Wand zu und verschwand darin. Ich riss die Augen auf, sah jedoch nichts als ein paar bunte Schlieren und spürte kurz die schon bekannte Eiseskälte, dann war ich auch schon auf der anderen Seite angelangt.

Ich sah gerade noch den Boden mir entgegenstürzen und rollte mich im Reflex ab. Zusammengekauert blieb ich einen Moment hocken und schaute mich misstrauisch um. Mein erster Blick galt meinem Rücken. Meine Hoffnung, die Rückseite des Spiegels oder irgendein Merkmal eines Portals zu erblicken war jedoch vergebens. Daraufhin sah ich mich genauer um. Mein Erstaunen war grenzenlos. Ich war auf einem Weg gelandet, der jedoch nicht aus ausgefahrenem Matsch aus Dreck, Rinderdung und Pferdemist bestand sondern sich sonderbar hart anfühlte, fast wie Stein.

Und um mich herum waren Menschen. Außergewöhnlich viele. So viele hatten sich im Schloss noch nicht einmal dann versammelt, wenn der König zu einem seiner legendären Gelage geladen hatte. Einer dieser Menschen kam direkt auf mich zu und sprach in einer rätselhaften Sprache zu mir. Erst ein zweiter Blick und genaueres Hinhören enthüllten mir, dass er wohl ziemlich betrunken war, so wie er stank und wankte. Anklagend zeigte er auf mich und lallte erneut etwas in fragendem Ton.

„… kommsu denn – hicks – denn her?“ Ich musterte ihn schnell. Sein Gewand war zerschlissen und er war kleiner, aber dafür wesentlich dicker als ich. Aber fürs erste würde es genügen. Gerade, als ich den Willenlos-Zauber vorm Gesicht dieses Bierfasses ausgeführt hatte, fiel mein Blick auf drei Männer, die so elegant in schwarzes Leder mit metallisch glänzenden Beschlägen gekleidet waren, dass jedem einzelnen Ritter des Reiches vor Neid der Mund offen gestanden hätte.

Das war doch schon eher eines Magiers würdig! Den Betrunkenen im Schlepptau, dessen Übergewand ich mir flugs als Hüfttuch umgewunden hatte, ging ich auf die drei stattlichen Burschen zu. Bevor der Anführer auch nur die Braue runzeln konnte, standen alle drei unter meinem Bann. Ich sah mich um. Es war erstaunlich, aber die Tatsache, dass da urplötzlich ein nackter Mann vor ihren Augen aus dem Nichts gepurzelt war, ließ die Menschen hier scheinbar völlig gleichgültig.

Vielleicht, so überlegte ich, war das ja hier etwas Selbstverständliches? Ich zuckte die Schultern, während ich mir in einem Türdurchgang von dem mir in Größe und Figur her ebenbürtigem Anführer die Sachen geben ließ. Dann befahl ich dem mit den kleidsamen Pfauenfedern am Wams, mir seine Weste zu geben und nahm mir noch den Lederhut des Dritten. So gewandet sah ich sicher unglaublich elegant aus und war nun wieder standesgemäß gekleidet. Nur die Schuhe passten mir von keinem.

Hatten hier alle Menschen so kleine Füße? Ich hieß sie allesamt im Durchgang warten, bis sie tausend Atemzüge getan hatten und betrat durch einen winzigen Garten wieder den Rand jenes seltsamen Weges, auf dessen Mitte mir vorhin schon eine unglaubliche Menge verschiedenster Wagen aufgefallen waren, die in schier endloser Folge in unglaublichem Tempo vorbei rollten, ohne dass zu ergründen war, welche Kraft sie vorwärts bewegte, denn Pferde oder Ochsen sah ich nirgends. Schnell besann ich mich wieder meiner Pflicht.

Die Prinzessin zu finden war meine vordringlichste Aufgabe. Ich versuchte einen leichten Kompasszauber, allerdings erfolglos. Anscheinend störten die vielen Menschen hier mit ihrer überwältigenden Präsenz den Erfolg. Im Schloss hatte es meist funktioniert, noch besser draußen im Freien, aber hier fruchtete es nichts. Immer wieder fielen mir die Blicke vorübergehender Leute auf, die mich schmunzelnd, herablassend oder auch angewidert anstarrten. Ab und zu hörte ich Worte wie „Tucke“ und „Schwuchtel“, deren Bedeutung ich nicht kannte und nur aus der abfälligen Art, wie sie geäußert wurden, erschließen konnte, dass es wohl keineswegs freundliche Worte waren.

Während ich langsam den Weg hinablief und überlegte, wie ich die Prinzessin finden könnte, bemerkte ich zwei junge Mädchen, die zwischen vielen Gleichaltrigen am Rande eines abgezäunten Areals standen und sich über mich zu amüsieren schienen, wobei sie immer wieder kicherten. Ich erschrak nicht wenig, als der blonden, fraulicher gebauten, ganz unvermittelt eine blassblaue Kugel aus dem Mund wuchs, die immer größer wurde, einem fürchterlichen, gesichtslosen Parasiten gleich. Vor Schreck riss ich die Augen auf, als das runde Etwas plötzlich mit einem Plopp auseinanderplatzte und jene Maid, der es aus dem Mund geschlüpft war, es angestrengt kauend mit den Fingern in ihren Mund zurückbeförderte, bis es wieder gänzlich verschwunden war.

Wer fraß hier wen? Der Anblick entsetzte mich bis in die Grundfesten. Handelte es sich bei den zweien etwa um Hexen? Beide schauten zu mir und fingen wie auf Befehl gleichzeitig zu lachen an, wobei sie jede eine Hand hoben und in der Luft gegeneinander schlugen wie bei einem schwarzen Ritual. Ich rechnete damit, dass sogleich irgendein Untier aus den Tiefen der Hölle aus einem Spalt auf mich zu stürzen würde und wappnete mich für einen passenden Gegenzauber.

Jedoch geschah nichts. Die Jungfern, die beide weitaus mehr Bein und Arm zeigten als angemessen, lachten weiter und unterhielten sich, als sei nichts geschehen. Anscheinend wohl doch keine Hexen. Ich betrachtete die zwei, während ich gemessenen Schrittes um den Zaun ging. Unmittelbar vor den beiden blieb ich stehen. Sie grinsten mich kess an und blickten beide auf meine Hose. „Hey, du geiler Knackarsch, willste zur Abwechslung mal welche ranlassen, die wissen wie man 'ne Hosenschlange richtig melkt?“, fragte mich die Gertenschlanke mit den rabenschwarzen Haaren und machte demonstrative Bewegungen mit Hand, Lippen und Zunge, während sie mir tief in die Augen sah.

Ich muss gestehen, dass mir bei diesem Anblick schon recht eng in der ohnehin straff geschnürten Hose wurde. Beide waren auf eine Weise gekleidet, die ich noch nie bei Weibervolk gesehen hatte, die mir aber zusehends Blut in den Unterleib pumpte. Diejenige mit dem seltsamen Ding im Mund war eine wohlgebaute Maid mit grauen Augen, die ihr dunkelblondes Haar hinterm Kopf zu einem Pferdeschwanz gebunden hatte. Ich musste mich zusammenreißen. ‚Finde Lea! Finde Lea!'Ich ließ das Bild der Prinzessin vor beider Augen entstehen und instruierte sie mit der Stimme des Gehorsams, mir sogleich Bescheid zu geben, sowie sie jenes Mädchen erblickten, nachdem ich mich vergewissert hatte, dass beide die Prinzessin noch nie zuvor gesehen hatten.

Ich muss danach wohl etwas erschöpft ausgesehen haben, denn die zwei, die sich Jellah und Schantall nannten, ließen es sich nicht nehmen, mich in ein Gasthaus zu führen, das sie Dönermann nannten, weil sie jetzt „Essenspause“ hätten, damit ich ihnen „einen ausgeben“ sollte. Ich überließ es dem Schicksal, herauszufinden, was sich dahinter verbarg und ging mit ihnen. In dem ungewöhnlich sauberen Gasthaus roch es äußerst aromatisch und ein seltsamer Spießbraten drehte sich wie von Geisterhand vor einem Feuer, das ohne Flammen garte.

Der Besitzer musste ein überaus reicher Mann sein, denn alle Fenster waren mit Scheiben versehen und selbst sein Schanktisch war so mit ebenmäßigem, poliertem Glas verkleidet, wie ich es noch nie zuvor gesehen hatte. Die beiden gingen zum Wirt und verlangten „Döner mit alles und Diet-Kook“, worauf hin ich mich ihrem Wunsche anschloss. Es wurde etwas problematisch, als ich bemerkte, dass der Wirt auf sofortige Entlohnung bestand. Meine Entgegnung, dass es ihm doch eine Ehre sein müsse, Merlin, den Hofmagier des Königs zu beköstigen, quittierten er sowie die zwei Täubchen an meiner Seite mit verständnislosen Blicken.

Sogleich wob ich einen weiteren Überzeugungsspruch und bestand darauf, den besten Tisch zu bekommen. Lea 3 Es klingelte an der Tür. „Oh man Shit, das ist er wohl schon“, sagte Kikki. „Wen meinst du?“ „Na was ich dir eben schon gesagt habe, mein Stammkunde. “ „Ach du meinst den Freiherrn?“ „Ja-ja, genau den. Und du versteckst dich jetzt im Schrank und kommst nicht raus, bevor ich es dir erlaube“, befahl Kikki und schob mich in den Schrank.

Es war heiß und stickig in dem Schrank, aber weil ich ja überhaupt keine Ahnung hatte, wo ich hier nun eigentlich gelandet war, akzeptierte ich zähneknirschend meine Situation. Ich hörte, dass Kikki die Tür öffnete. „Hey Süßer, ich hab dich schon vermisst“, hörte ich sie sagen. Vorsichtig öffnete ich den Schrank einen Minispalt. Ich konnte zwar nicht viel erkennen, aber der Freiherr stand genau in meinem Blickfeld. Das sollte ein Freiherr sein? Was war das nur für eine seltsame Welt? Der Freiherr war schon älter und seine Kleidung glich eher der eines Straßenräubers als der eines Barons.

„Dann lass uns mal Spaß haben“, lachte Kikki. Der Freiherr grinste und ich schaute verwundert, denn er entledigte sich ohne weiteres seiner Kleidung. Aber was war das? Er hatte ja überhaupt keine Haare um seinen schrumpeligen Liebesstab? Wie konnte das nur sein? Kikki würde mir das alles erklären müssen. Plötzlich stand Kikki vor mir, mit dem Rücken zu mir gedreht und kniete sich hin. Ich versuchte zu sehen was sie da machte, aber sie versperrt mir die Sicht.

Aber es schien Spaß zu machen, denn ich hörte die beiden lachen, dann stand Kikki auf und ging wohl zum Bett. Ich erschrak, denn der Freiherr hatte plötzlich eine zum Liebesspiel bereite Lanze, die steil nach oben ragte. Was mich aber viel mehr irritierte war, das er um seine Lanze eine Art durchsichtige Hülle trug. War das vielleicht so Brauch in dieser Welt? Dann verschwand auch der Freiherr aus meinem Blick. Ich hörte die beiden zwar, konnte aber nicht verstehen was sie sagten.

Nach einer Weile hörte ich den Freiherrn schnaufen und auch das Bett machte rhythmische, knarrende und quietschende Geräusche. Jetzt war ich neugierig und öffnete den Schrank soweit, dass ich den Kopf heraus strecken konnte. Vorsichtig schaute ich um die Ecke und traute meinen Augen kaum. Kikki kniete auf dem Bett, ihr Rock war über ihr Hinterteil hochgeschlagen und hinter ihr kniete der Freiherr. Ich konnte es kaum glauben, aber offensichtlich vergnügen sich die beiden beim Liebesspiel.

Aber warum nur trieben sie es wie die Hunde? Constanze, meine Kammerzofe, berichtete mir zwar schon von den Praktiken beim Liebesspiel, aber so etwas hatte ich noch nie bei Menschen gesehen oder davon gehört. Ich war einen Moment unachtsam und kippte plötzlich kopfüber aus dem Schrank. Mit lautem Poltern landete ich unsanft auf dem Boden. Vor Schreck war der Freiherr aufgesprungen und seine Lanze baumelte wild hin und her. Kikkis Gesichtsausdruck sagte alles, wahrscheinlich hätte sie mich am liebsten umgebracht.

„Was geht denn hier ab?“, schimpfte der Freiherr. Ich stand auf und sagte: „Bitte lasst mich erklären, edler Freiherr, ich bin Prinzessin Lea und durch einen Zauberspiegel unseres Magiers Merlin hier her gelangt, sicher habt ihr schon von ihm gehört. „Der Freiherr schaute Kikki an, und die machte wieder diese Geste mit dem drehenden Zeigefinger neben dem Kopf und zuckte mit den Schultern. Für mich war das aber auch alles wirklich schwer zu verstehen.

„Also von mir aus können wir einen Dreier machen, eine Prinzessin hatte ich noch nie“, lachte er. „Kikki was meint er damit? Ich verstehe es nicht. “ „Musst du auch nicht, vergiss es einfach und jetzt geh mal bitte kurz vor die Tür und warte da. Du gehst aber nirgendwo anders hin, verstanden?“Ich nickte und ging aus der Tür, es dauerte ein paar Minuten und dann kam der Freiherr heraus. Er schaute mich grinsend an und sagte: „Wirklich schade, du siehst aus, als hätten wir jede Menge Spaß haben können.

“ „Ja gern, ich bin immer für einen Spaß zu haben“, antwortete ich. Dann stand da Kikki in der Tür. „Lea, los rein mit dir“, sagte sie genervt. Bei dem Freiherrn bedankte sie sich und verabschiedete ihn freundlich. Dieser zog dann auch von dannen. Ich ging wieder ins Zimmer. „Mann, Lea, was soll das? Das war mein bester Kunde, sei froh, dass ich das regeln konnte, und er damit zufrieden ist. Du kannst mir doch nicht das Geschäft versauen“, polterte sie los.

„Was denn für ein Geschäft? Das wollte ich doch nicht“, sagte ich traurig. Merlin 3 Schon bald standen drei Teller mit gefüllten Fladen vor uns sowie große Becher eines seltsamen, dunklen Getränks, das durchdringend nach Melisse und toter Katze roch und – trotzdem es große Kälte abstrahlte – Blasen warf. Der Fladen war schmackhaft und sättigend, aber nachdem ich jenes sonderbar sprudelnde Getränk gekostet hatte, beschloss ich, lieber für den Rest meines Lebens Schweinepisse aus dem Pfützen im Burghof zu trinken als je wieder einen Schluck „Diet-Kook“.

Schantall, die strammere von beiden, schien kein Problem damit zu haben, meinen Becher, zusätzlich zu ihrem zu leeren, während ich den Wirt um einen Krug seines besten Biers und ein weiteres „Döner mit alles“ bat. Tatsächlich stärkte mich das Zeug genauso gut wie ein Regenerationstrank, es musste also reichlich Schafsurin, getrocknete Spinnenbeine, Rattenblut, verrottete Wurzeln und unkeuschen Samen enthalten, schmeckte aber deutlich besser als der Trank aus meinem Buch. Ich unterhielt unsere Tischgesellschaft mit ein paar harmlosen Spielereien und lustigen Geschichten und sorgte so dafür, dass alle sich entspannt und zufrieden fühlten.

Nach dem letzten Fladen fühlte ich mich so aufgeladen wie schon lange nicht mehr und ließ ein paar dezente Rülpser und Darmwinde streichen, um allen meine Sättigung und Zufriedenheit kund zu tun, als ich über die fünf geleerten Teller und ebenso vielen Glaskrüge schaute, die sich vor uns türmten. Jellah und Schantall wechselten staunende Blicke und grinsten sich verstohlen an, während sie von links und rechts näher zu mir aufrückten und unter meine Arme krochen.

„Duhu“, flüsterte die schlanke Jellah mit der warmbraunen, samtenen Haut und ihre Hand wanderte unschuldig meinen Oberschenkel hinauf, „bist du wirklich schwul?“Ich muss wohl ziemlich einfältig geschaut haben, denn Jellah grinste und biss sich auf die Lippe. „Weißt schon: ein warmer Bruder. “ Ich drückte beider Schultern fest an mich. „Jungfer Jellah“, antwortete ich gönnerhaft, „sehe ich für Euch etwa aus als sei ich ein Mönch?“ Mir entging nicht die Tatsache, dass da mittlerweile vier kundige Hände von beiden Seiten meine Oberschenkel erkundeten und eingehendes Interesse an meinem Sacktuch zeigten, in dem es immer enger zuzugehen schien.

Beide lachten über meine Worte wie über einen guten Witz. „Neii-en“, giggelte Schantall. „Jellah und Jungfrau – ich hau mich weg. Nee, da kommstu bissl spät. Aber sie meint doch nur, ob du da auch mal Mädschen ranlassen tust. “ Und dabei rieb ihre Hand recht nachdrücklich die Stelle meiner Hose, wo es eh schon mehr als eng zuging. Im gleichen Moment hauchte mir Jellah auch schon heiß ins Ohr, „Soll ich dafür sorgen, dass du die Englein meinen Namen singen hörst?“ Dabei sah sie mich mit einem Blick und feuchten Lippen an, die mir eine ziemlich genaue Ahnung davon vermittelten, was ihr dabei vorschwebte.

„Nur zu!“, nickte ich versonnen, „Derlei Lieder sind mir stets gefällig. “ Verschmitzt lächelnd verschwanden Jellah und Schantall unter dem Tisch und ich lehnte mich entspannt zurück um das Folgende in allen Einzelheiten zu genießen. Vorsichtshalber legte ich einen Verschleierungsbann über unsere Nische, denn ich mochte es überhaupt nicht, bei einer solchen Darbietung gestört zu werden. Ich weiß nicht, wo die beiden Jungfern diese Form des Liebesspiels erlernt hatten, aber was sie da mit mir taten beherrschten sie wie keine der Damen oder Mägde bei Hofe.

Schnell hatten sie mein Gemächt von allem störenden Leder befreit und es stand stolz aufgereckt aus meinen Beinkleidern hervor. Die beiden Weibsbilder stürzten sich mit solcher Gier auf meinen Speer, dass mir angst und bange ward. Doch sie taten es genau mit der richtigen Mischung aus Extase und Hinwendung. Sie rieben und küssten, herzten und schmatzten, lutschten und leckten, dass ich bald vor Vergnügen sabberte und winselte und mit der Hand unter den Tisch fuhr, um den Kopf derjenigen, die sich da gerade dienstbar zu schaffen machte, voll Wollust näher an mich zu ziehen.

Ich erwischte den Pferdeschwanz von Schantall, die mich ganz unbefangen mittun ließ, auch wenn sie das eine oder andere Mal würgen musste. Jellah widmete sich unterdessen voll Hingabe meiner Anhängsel. Dann wieder tauschten sie die Rollen und mit ungläubigem Staunen sah ich, wie Schantall den Lockenkopf von Jellah mit beiden Händen ungestüm gegen meinen Schoß rammte und sie gleichzeitig mit so wilden Worten anfeuerte, dass ich schon bald bereit war, mich der Inbrunst zu ergeben, mit der sie nach meinem Samen zu gieren schienen.

Ich wusste nicht gleich, was es war, doch mit einem Male trat alle Lust in den Hintergrund, als ein Bild vor meinem Auge aufstieg, das Bild von Prinzessin Lea. Ich brauchte einen Augenblick um mich zu sammeln, bevor ich die Maiden, die mich verblüfft anstarrten, von mir gelöst hatte und aufsprang. Der Verschleierungszauber zerstob und ich sah mich prüfend um. Der Dönermann hatte sich inzwischen gefüllt, alle Bänke bis auf unseren Tisch waren gut besetzt und eine lange Schlange hatte sich vor dem Schanktisch gebildet.

Unwirsch schob ich meinen noch immer beinharten Zauberstab zurück unter das Sacktuch, da nicht wenige der Besucher mit unterschiedlichsten Ausdrücken des Erstaunens darauf starrten. Vor allem die beiden Grazien, die sogleich unter dem Tisch hervorkrochen, schauten mit Befremden zu, wie ich mit fliegenden Händen meine Hose zu nestelte und mich mit beruhigenden Worten bei ihnen für die rüde Unterbrechung entschuldigte. Ich merkte kaum, wie mir Schantall etwas mit einem stumpfen Gegenstand auf die Hand ritzte und „Ruf mich an“ flüsterte, bevor sie sich mit Jellah aus dem Staub machte, denn meine Aufmerksamkeit galt einer seltsam in Lumpenreste gekleideten Jungfer, der ganz unzweifelhaft ein feiner Duft nach Mädchenschweiß, Lavendel, Knoblauch sowie Moschus anhing – der Duft von Lea.

Dummerweise verließ sie gerade das Wirtshaus. Lea 4 „Was für ein Geschäft?!? Mann, Lea, ich kann es echt nicht mehr hören. Wer soll dir das denn glauben?“, schimpfte Kikki weiter. „Ich habe dir wirklich die Wahrheit gesagt, Kikki, ich bin eine Prinzessin und komme aus dem Jahr 619 durch einen Zeitspiegel. „“Okay, ist auch egal. Hier kannst du nicht bleiben, die Nacht ist sowieso bald rum, dann kannst du dir was anderes suchen, wo du unterkommst.

„“Aber wo soll ich denn hin? Ich kenne doch niemand außer dir und hab nicht mal etwas anzuziehen. “ Ich hatte Tränen in den Augen. Kikki sah das und überlegte kurz. „Okay, du hast auch keine Papiere, also Ausweis und sowas?“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich weiß ja nicht mal was du damit meinst, aber ich habe gar nichts. „“Dann wird es schwer, denn irgendwie musst du ja Geld verdienen. Ohne Papiere bekommst du nicht mal was vom Amt.

“ „Was arbeitest du denn Kikki, kann ich dir nicht helfen? Im Schloss habe ich auch oft geholfen. “ Kikki musste lachen. „Nee du, ich glaube nicht, dass das was für Prinzessinnen ist. „“Warum was müsste ich denn tun?““Okay falls du es wirklich noch nicht mitbekommen hast, ich schlafe für Kohle mit Männern. „“Und die Kohle nimmst du dann zum Heizen?“, fragte ich. „Boah, Lea, ich meine Geld, etwas womit man etwas kaufen kann.

„“Äh du meinst, sie geben dir Gold dafür, dass sie bei dir schlafen können?““Ich geb‘s echt auf, Lea. Also, es kommen Männer hierher, die Sex haben wollen, und den bekommen sie von mir und dafür bekomme ich leider kein Gold, sondern 100 Euro, heute allerdings nicht, du weißt ja warum. „“Ja tut mir wirklich leid, ich habe es jetzt verstanden. Und du meinst ich kann das nicht?“Kikki lachte wieder. „Wie alt bist du denn eigentlich, Lea, und mit wie vielen Männern hattest du schon Sex?““Ich bin 19 und mit einem Mann hatte ich noch nie etwas.

„“Was, du bist echt noch Jungfrau?“Ich nickte. „Gut, also wenn du willst, ruf ich Jockel an. Der ist mein Zuhälter, also sowas wie mein Chef, verstehst du? Er ist eigentlich ganz okay – es gibt zumindest Schlimmere. Vielleicht kann er etwas für dich tun, denn ohne irgendwelche Papiere bist du aufgeschmissen. „Ich war völlig überfordert mit der Situation, nickte aber und sagte: „Ja, das wäre echt nett von dir. „Kikki rief diesen Jockel an, auch wenn ich nicht verstand, wieso sie in diesen seltsamen Apparat sprach.

Nach einiger Zeit klopfte es an der Tür und Kikki öffnete. Es kamen drei Männer herein. Der in der Mitte schien dieser Jockel zu sein und er war eher unscheinbar im Gegensatz zu seinem Gefolge. Kikki setzte sich mit ihm zusammen und die beiden sprachen offenbar über mich, aber ich konnte nicht alles verstehen. Dann stand er auf und kam auf mich zu. „So Mädsche, du bis et also die Lea und möchtest für mich arbeiten und du brochst Papiere? Stimmt dat so?“ „Ja das stimmt“, sagte ich.

„Dann komme ma hier zu mir. Isch muss jo erste mo sehn, ob du mi überhobt was inbringen würds, verstehst?“ Ich nickte und trat auf Jockel zu und er fasste durch mein Haar und dann fasste er mir an mein Hinterteil, was nicht weiter schwierig war, weil das Röckchen es gerade bis zur Hälfte bedeckte. Ich zuckte zusammen. „Ach, das hab ich ganz vergessen, Jockel. Sie ist noch Jungfrau“, sagte Kikki. „Bitte was? Du bist Jungfrau? Stimmt dat, Lea? Alda, ich glaubet ja nicht, du hast echt noch keinen Kerl gebumst?“ Ich nickte wieder.

Jockel lachte. „Also wenn dat stimmt, sind mi zwe jarantiert im Geschäft. Mi werden mehr Kohle in ener Nacht machen als dat Kikki im janzen Monat“, sagte er. „So du kummst erste mo mit uns und dann schauen mi, was mi mit dir machen. “ „Aber die Klamotten und meine…“, sagte Kikki. „Du krichst deine Fummel schon wieder“, sagte Jockel und dann wandte er sich an die beiden Männer, die ihn begleiteten. „Bringt das Mädsche zum Auto ihr zwei Dösköppe, das mi los könne.

“ Merlin 4 Ich beeilte mich, meine Erscheinung wieder öffentlichkeitstauglich zu machen, was mich wertvolle Sekunden kostete. Dann hastete ich durch die dichtbesetzten Tischreihen und stürzte zur Tür, durch die zuvor Jellah, Schantall und jenes seltsam gekleidete Mädchen mit der blassen Haut und dem unregelmäßig geschnittenen schwarzen Haarschopf zusammen mit weiteren Gästen verschwunden war – und prallte in Menschen, die sich an der Tür drängelten. Es war zum Auswachsen. Meine erste Spur und ich verlor sie ebenso rasch wie ich sie gefunden hatte, weil ich einen Augenblick in meiner Aufmerksamkeit nachgelassen hatte! Bis ich mich durch diese vielköpfige Menge gedrängt hatte, war das Mädchen sicher verschwunden – nein, halt! Ich entdeckte sie ein Stück wegab wieder, wie sie sich in eine der Kutschen am Wegesrand beugte, nickte, dann die Tür öffnete und… Oh nein, bevor ich auch nur im Sprint die halbe Strecke bewältigt hatte, reihte sich die Kalesche zwischen die anderen Kutschen und fuhr davon – und mit ihr meine einzige Spur! Ich verfolgte sie mit den Augen, verlor sie jedoch schnell aus dem Blick.

Es war zum Auswachsen. Ich blieb stehen und sah mich um. Der Weg war auf beiden Seiten von hohen Bäumen gesäumt und links und rechts des Kutschenwegs war ein Teil des Pfades extra für Fußgänger gepflastert, von dem ein Stück von einer Breite von zwei Schritten mit identischen Steinen in anderer Farbe belegt war. Auf diesem sausten öfter Männer oder Frauen entlang, die auf Gefährten ritten, wie ich sie in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen hatte.

Diese waren etwa so lang wie ein erwachsener Mann und rollten allesamt auf zwei schmalen Rädern von ungefähr drei Handspannen Durchmesser. Zwischen beiden war an einem Gestell in Hüfthöhe ein winziger, schmaler Sattel angebracht, auf dem die Reiter saßen. Das vordere Rad ließ sich mit den Händen mittels eines Lenkstabs steuern und das hintere wurde durch Beinkraft in Bewegung versetzt. Wenn diese Gefährte erst in Bewegung waren, was recht zügig ging, konnten sie mit Leichtigkeit ein trabendes Pferd einholen, waren aber zugleich sehr viel leiser als dieses.

Ebenso, wie es verschiedenste Arten, Formen, Farben und Größen von Kutschen gab, gab es keine zwei Zweiräder, die sich glichen. Ich richtete meine Aufmerksamkeit auf die Häuser entlang des Weges, in der Hoffnung, irgendeinen Anhalt auf den Aufenthaltsort der Prinzessin zu finden. Sämtliche Häuser hatten riesige Fenster zum Weg hin, was mich ziemlich verwunderte, da sie so allesamt leicht einzunehmen waren. An manchen hingen auch große Schilder, deren Bedeutung sich mir zumeist verschloss. Was bitte sehr mochte „Lidl“ für ein Handwerk sein? Ein Haus mit Namen „Orion“ erregte im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur meine Aufmerksamkeit.

Aus der Ferne hielt ich es zunächst für die Werkstatt eines Waffenschmieds, der im Fenster Proben seiner Kunst in der Anfertigung von Kettenhemden und -hosen ausstellte. Im Näherkommen erkannte ich allerdings, dass es sich keinesfalls um Eisen handeln konnte, was da als Material diente und dass die Leibchen und Untergewänder allesamt über stilisierte Frauenkörper aus seltsamem Material gezogen waren. Die Weise, wie die Gewänder angefertigt waren und wie sie an den Stelen wirkten, ließ keinen Zweifel daran, dass sie nicht geeignet waren, bei Hofe oder auch nur bei Tageslicht getragen zu werden.

Mir vorzustellen, dass etwa die Prinzessin in solch einem durchsichtigen Hauch von Nichts auf den dabei stehenden Pantoffeln durchs Schloss stolzieren würde, ließ mir die Schamesröte ins Gesicht steigen und es im Handumdrehen wieder beklemmend eng in meinen Beinkleidern werden. Lea 5 Ich fuhr mit Jockel und seinem Gefolge in der pferdelosen Kutsche. Diese Welt verstand ich einfach nicht und sie machte mir mehr und mehr Angst, eigentlich wollte ich doch gar nicht arbeiten, schließlich war ich eine Prinzessin.

‚Ach, Merlin, du bemerkst hoffentlich, was ich getan habe und findest einen Weg, mich zurück zu holen‘, dachte ich und hatte Tränen in den Augen. „Hör auf zu heulen“, riss mich eine Stimme zurück in die Wirklichkeit. „Noch ist dir doch gar nichts passiert… Noch!“, lachte einer aus Jockels Gefolge. „Halt dinne dumme Fresse!“, sagte Jockel ärgerlich. „Das Mädsche is mi Altersversorgung, dat mi die ja keiner von euch Blödmannsjehilfen anpackt, klar?“ Nach kurzer Zeit hielten wir vor einem Haus, es war längst nicht so groß wie unser Schloss, aber es gefiel mir gut.

„Wohnst du hier Jockel?“, fragte ich. Jockel nickte nur und ging mit schnellen Schritten voran und wir folgten ihm. Er schloss die Tür auf und wir gingen alle hinein, ich sah mich um und staunte, das Haus war sehr schön eingerichtet und Jockel musste viel Gold dafür entrichtet haben. „Ihr zwe wartet hier, habt da verstanden?“, richtete sich Jockel an seine Vasallen. „Komm mit, Mädsche, wir jehen nach obbe. “ Wir gingen die Treppe hinauf und ich hatte ein mulmiges Gefühl.

Was würde jetzt nur mit mir passieren?Jockel öffnete eine Tür und schaute mich an. „Jetzt komm schon, rinn mit dir“, sagte er streng. Mein Herz schlug bis zum Hals vor Aufregung und ich nahm allen Mut zusammen und ging in das Zimmer. Ich konnte es kaum glauben, auf dem Bett lag Mändi, wippte mit dem Kopf und auf den Ohren hatte sie seltsame Schalen, aus denen leise Klänge kamen. Mändi nahm die Schalen ab und sprang vom Bett.

„Hey Lea, wie kommst du denn hierher?“ Sie nahm mich in die Arme und drückte mich. „Dat du mir das nit erzählt hast, Mändi, darüber reden wir noch, klar?“, fuhr Jockel Mändi an, die mit gesenktem Kopf nickte. „Jetzt kümmerst du dich um Lea, heute Nachmittag will isch sie vorzeigbar haben, haste kapiert du Knalltüte oder?“ Wieder nickte Mändi. „Jut, dann bin isch uf das Erjebnis jespannt“, lachte Jockel und ging aus dem Zimmer.

Kurz danach sah ich die pferdelose Kutsche davon fahren. „Oh Mann, Lea, was machst du denn hier? Das kann doch nicht dein Ernst sein?“ „Doch, was soll ich denn sonst machen? Ich kenne mich nicht aus, habe kein Gold und diese Papiere, wie Kikki sagte. „Mändi sah nachdenklich aus, dann sagte sie: „Okay, komm mit, dann hübsch ich dich mal auf, das kann ich ganz gut. “ Wir gingen in das Badezimmer, aber da stand keine Wanne, sondern nur ein Glasgestell.

„Hier kannst du erstmal duschen. “ „Duschen? Was ist das?“ „Mann, Lea, zieh dich aus, den Rest zeig ich dir. “ Ich zog meine Kleider aus, was mir nichts ausmachte, da ich mich vor meinen Zofen auch auszog und ich das kannte. Ich ging in dieses Gestell, das Mändi Dusche nannte, und Mändi drehte die silbernen Griffe an der Wand. Wasser rieselte aus der Decke auf mich herab, was für eine tolle Erfindung. Hier musste es auch mächtige Magier geben.

Mändi schaute mich von Kopf bis Fuß an und meinte dann: „Ich hole mal den Rasierer, dein Busch sieht ja echt schlimm aus. “ „Was meinst du mit Busch?“ Mändi zeigte auf die Haare an meiner Liebesdose. „Ja ich habe gesehen, dass ihr alle keine habt, das hat mich schon gewundert. “ Mändi suchte in den Schubladen, dann sagte sie „Ah, da ist er ja“, und drückte mir ein komisches Ding in die Hand.

Ich sah sie verständnislos an. „Rasierer? Kennst du nicht?“ Mändi schaute mich fragend an. Ich schüttelte den Kopf. Mändi seufzte. „Soll ich das machen?“ „Das wär sehr nett von dir. „Mändi kniete sich hin und entfernte die Haare an meiner Liebesdose. „Übrigens sagen wir Pussy dazu, Lea, wenn noch mal jemand fragt. “ „Okay, Pussy… Lustiges Wort dafür“, sagte ich und es war ein sonderbares Gefühl als Mändi meine Haare entfernte, mir wurde ganz heiß und dieses Gefühl kannte ich gar nicht.

„So Lea jetzt noch deine Arme hoch, da drunter sieht es ja auch schlimm aus. “ Ich tat was Mändi mir sagte und nach kurzer Zeit hatte sie alle Haare meines Körpers entfernt und das Ergebnis gefiel mir. Ich stieg aus der Dusche und Mändi gab mir eine Creme, damit meine Haut keine Pickel bekommt sagte sie. Ich cremte mich sorgfältig ein und dann hörte ich auch schon Mändi, die nach mir rief. „Los Lea zieh dich an, wir müssen jetzt los.

“ Schnell zog ich die Gewänder von Kikki an und dann verließen wir das Haus. Was dann passierte, habe ich eigentlich gar nicht wirklich verstanden, deshalb erzähle ich es so wie Mändi mir alles erklärt hat. Wir gingen in die Stadt wo wir in einem Geschäft namens Haa und Emm waren, dort musste ich ständig Sachen anprobieren und das war wirklich anstrengend, aber wir fanden dann doch Einiges für mich und ich sah recht seltsam – oder wie Mändi sagte – total krass aus.

Ich hatte eine lila Tigerleggins und ein Glitzertop mit schriller Jacke und ein paar hohe Buffalos, womit ich bestimmt 10 cm größer war, danach schleppte Mändi mich noch zum Friseur, der meine Haare rot färbte und Wellen hinein machte, danach wurden noch meine Fingernägel gemacht und ich wurde geschminkt. Auf dem Nachhauseweg kamen wir noch an einem Geschäft vorbei, wo Mändi mir noch eine Brille verpasste, weil sie meinte, dass es zu mir passen würde.

Als wir nach gefühlten Tagen wieder zu Hause waren, musterte mich Mändi nochmal genau und musste lachen. „Sehe ich so lustig aus?“, fragte ich. „Nein Quatsch, Lea, du siehst megaheiß aus und ich kann es kaum glauben. Deine Verwandlung ist uns echt gut gelungen. “ Merlin 5 Ich ging schnell weiter und versuchte, diese verruchten Bilder meiner Schutzbefohlenen, wie sie in aufreizender Kleidung durch das Schloss in meine Gemächer stolzierte, aus dem Sinn zu bekommen.

Ich sollte sie schnellstmöglich finden und dann diese Welt verlassen, die mir immer mehr Rätsel aufgab. Natürlich war es üblich, dass sich Metzen aufreizend kleideten, doch was ich hier allein schon auf den Wegen flanieren sah, legte nahe, dass jede zweite Frau eine Hure sein musste. Vielleicht war das ja hier tatsächlich so üblich, immerhin hatte bisher jedes einzelne Gebäude, das ich gesehen hatte, verglaste Fenster gehabt, selbst die Kutschen und die Gasthäuser. Ich fragte mich nur, woher all dieser Reichtum kam, denn daheim, jenseits des Spiegels, herrschte außerhalb des Schlosses bittere Armut.

Ich selbst war in kargen Verhältnissen aufgewachsen, meine Eltern waren beide gestorben, bevor ich fünf war, und zu meinem Glück hatte mich ein alter Zausel adoptiert, als ich versuchte einen Apfel aus seinem Garten zu stehlen und mich in die Künste des Lesens und Schreibens sowie die Mysterien der Hexerei und Magie eingeweiht. Gerade als ich mich in diesen Gedanken erging, hörte ich einen Widerhall jenes Kreischens wieder, der mich in der letzten Nacht geweckt hatte, als die Prinzessin verschwunden war.

Sofort war ich gespannte Aufmerksamkeit. Das Geräusch war von links gekommen, aus einem Gebäude, das wie die meisten entlang des Weges im Erdgeschoss über riesige Fenster verfügte. In diesen waren neumodische Schränke und Möbel aufgestellt und ich konnte im Hintergrund sogar einen Gobelin erkennen, wie er in des Königs großer Halle an der Wand über dem Kamin prangte und auf dem zu sehen war, wie ein Cherub des Königs Heldentaten pries. Dieser hier zeigte einen gekrönten Ritter, der gegen einen dreiköpfigen Drachen zu Felde zog.

Über der Eingangstür verkündete ein Schild „Antiquitäten“, was vielleicht der Name des ansässigen Tischlers war. Ohne Zweifel war das Geräusch aus diesem Haus gekommen und ich atmete tief durch, bevor ich die Tür des Hauses aufstieß. Es gab einen melodischen Glockenklang beim Öffnen der Tür, der mich überrascht aufschauen ließ, und dann stand ich in einem schmalen Gang, der links und rechts von Schränken, Tischen, Bänken, Stühlen und allerlei Tand gesäumt war, dazwischen prachtvolle Gemälde und in einer Ecke … Spiegel.

Viele Spiegel! Ich ignorierte zunächst den Bediensteten, der mich etwas fragte und ging in Richtung der Spiegel, bis der Tischler sich mir in den Weg stellte, mich mit jenem geringschätzigem Blick, den ich heute schon oft bemerkt hatte, ansah und mit blasiertem Ausdruck anhub zu reden. Bevor er ein Wort sagen konnte, ließ ich beiläufig eine große Goldmünze auftauchen und zwischen meinen Fingern tanzen und fragte ihn über seine Spiegel aus. Ob einer darunter sei, wie der, durch den wir in diese sonderbare Welt gereist waren.

Der Gemeine stellte sich, mit gierigem Blick dem Tanz des Goldes folgend, nicht minder dämlich an als die Gardisten des Königs und ich musste ihm aufs Genaueste beschreiben, wie mein Spiegel ausgesehen hatte, um von ihm die Auskunft zu erhalten, dass es mehrere solcher Kostbarkeiten in seinem Laden zu erwerben gäbe. Dabei zog er mich am Arm in die Ecke des Raumes, die ich ganz gern ohne ihn untersucht hätte. Also gab ich ihm ein, sich zur entgegengesetzten Seite des Hauses zu begeben und mich einfach zu vergessen.

Kaum allein, betrachtete ich alle Spiegel, ohne jedoch einen zu finden, der zumindest ähnlich dem aussah, der im Schloss in meinem Labor an der Wand stand. Gerade als ich mich abwenden und das Gemach verlassen wollte, hörte ich wieder das wohlbekannte Geräusch, doch diesmal wesentlich lauter als zuvor. Ich seufzte, dann rief ich den Bediensteten zu mir und fragte ihn aus wie ein kleines störrisches Kind, das die Hand im Sahnekrug hatte. Ob er auch dieses Kreischen hörte.

Er schüttelte verständnislos den Kopf. Und ob es noch andere Spiegel im Hause gäbe. Er nickte langsam und ich erhöhte den Druck auf seinen Geist, woraufhin er mit einem seltsamen Schlüssel eine in der Wand verborgene Tür öffnete und mich in einen weiteren Raum ließ, der noch mehr mit Früchten seines Handwerks gefüllt war als der vorige. Ich brauchte nicht einmal zu suchen, ein weiteres Kreischen ließ meinen Blick auf jenen vermaledeiten Spiegel rucken, der hier auf dem Boden aufstand und mich in diese seltsame Welt gebracht hatte und nach mir zu rufen schien.

Doch konnte ich unmöglich hineinsteigen, solange ich nicht die Prinzessin bei mir hatte. Aber zumindest konnte ich mich davon überzeugen, dass es tatsächlich das Objekt meiner Wünsche war. Ich hieß den Knecht, den Raum zu verlassen, und betrachtete aufmerksam den Spiegel, der halb blind war. Zögernd schob ich meinen ausgestreckten Finger vor und war gewärtig, gegen das feste Glas eines gewöhnlichen Spiegels zu stoßen. Aber es fühlte sich mehr nach einem Zurückweichen an, als griffe man in gespannten Stoff.

Rasch nahm ich ein Tuch von einem Schrank hinter mir ab und rieb und rieb und putzte so lange, bis ich mein Antlitz wieder im Spiegel erkennen konnte. Jene Stelle setzte dem Durchdringen kaum noch Widerstand entgegen. Ich verdoppelte meine Anstrengungen und legte Stück für Stück des Spiegels wieder blank. Dann schob ich den Umhang des Fremden ein Stück zurück und langte mit dem Arm vorsichtig um den Rand des Spiegels. Ich spürte grobes Mauerwerk auf der anderen Seite, ganz so wie daheim jene Wand im Schloss, an der der Spiegel dort lehnte, und riss rasch den Arm wieder zurück als der Sog wieder einzusetzen begann.

Mir fiel ein Riesenstein vom Herzen. Lea 6 „Du Mändi, wie wird es jetzt weitergehen?“ wollte ich wissen. „Naja, ich nehme an Jockel wird so schnell wie möglich eine Versteigerung organisieren, wo die Kerle dann für dich bieten. “ „Und dann?“ „Dann wirst du mit ihm gehen und ihr werdet Sex haben“, sagte Mändi. „Aber was soll ich denn da machen? Ich habe bei Kikki gesehen, dass ihr Sachen macht, die ich noch nicht kenne.

“ „Warte“, sagte Mändi und holte einen seltsamen Kasten den man aufklappen konnte. „So schau mal“, sagte sie und ich staunte nicht schlecht, auf dem Kasten konnte man bewegte Bilder sehen. Was für eine verrückte Welt, dachte ich. „So ich ruf dir mal die Xhamster-Videos auf, die sind ganz gut und dann guckst du, was dich interessiert, okay?“ Ich nickte. „Siehst du, hier musst du drauf klicken, wen dir was gefällt, verstehst du?“Wieder nickte ich und Mändi ging aus dem Raum.

„Gleich wieder da“, rief sie mir noch zu. Ich schaute mich auf dem Kasten um, meine Güte da waren ja alle nackt. Ich klickte etwas an und wartete was wohl passieren würde. Es war eine junge Frau zu sehen, die den Lustpfahl des Mannes in ihren Mund nahm. Aber was machte sie denn jetzt nur? Immer tiefer und tiefer machte die das und die Geräusche dabei erinnerten mich an etwas. Jetzt fiel es mir wieder ein, wenn bei Hofe unsere Schweine gefüttert wurden, hörte es sich fast genauso an.

Gebannt starrte ich auf den Kasten. Das sollte ich auch machen – mit jemand dem ich gar nicht kannte? Ich schaute was wohl noch passiert und jetzt drehte der Mann seine Gespielin um und widmete sich ihrem Hinterteil, aber was tat er denn jetzt??? Du meine Güte, er steckte seinen Pfahl in den falschen Eingang, er musste wohl noch unerfahrener sein als ich, die Frau jedenfalls stöhnte und verdrehte die Augen, ich vermute weil er so ungeschickt war.

Jetzt kam auch Mändi wieder ins Zimmer. „Ach Lea was guckst du denn da? Musst du dir gleich so einen Film angucken?“ „Das muss ich machen?“, fragte ich ängstlich. „Nein“, sagte Mändi, „Du bist doch noch Jungfrau, da reizt die Kerle was ganz anderes. So Lea, ich bin mit Jockel in einer Gaststätte verabredet, du bleibst hier bis dich jemand abholen kommt, okay?“ „Ja okay“, sagte ich, „Ich schau noch etwas in dem seltsamen Kasten.

“ „Okay, mach das“, sagte Mändi und ging dann los. Ich drückte noch etwas auf dem Kasten herum und plötzlich wechselten die Bilder, auf einmal stand RTL oben in der Ecke, Menschen saßen zusammen in einem Raum und erzählten etwas und wenn jemand hineinkam schrie er einen anderen an mit „Ey, fick dich einfach, Alda“, das schien so eine Art Höflichkeit hier zu sein. Es war wirklich eine seltsame Welt. Auf einmal vernahm ich ein Klingeln.

Ich suchte überall, wo es wohl herkam, bis mir auffiel das es von der Tür kommen musste, ich öffnete um zu schauen, was es damit auf sich hatte, und da stand ein Mann und hatte seltsame Kleider an, auf seiner Brust stand DHL und er hatte ein Präsent für mich, vermutete ich, weil er es mir hin hielt. Dann gab er mir so etwas wie einen Federhalter und ich sollte auf einen komischen Kasten meinen Namen schreiben und dann wünschte er mir noch einen schönen Tag und ging wieder.

Ich stand etwas ratlos noch in der Tür und dann dachte ich – Wie unhöflich von mir. Ich hatte mich gar nicht bedankt für sein Präsent, da fiel mir der Gruß von hier wieder ein. Schnell rief ich ihm noch hinterher „Ey, fick dich einfach, Alda“ und winkte lächelnd. Der Mann drehte sich um und schüttelte den Kopf, setzte sich in seine gelbe Kutsche und verschwand. Hatte ich vielleicht doch etwas Falsches gesagt? Das musste ich unbedingt Mändi fragen, wenn sie wieder zurück war.

Merlin 6 Ich überlegte hin und her, wie ich es bewerkstelligen könnte, den Spiegel zur sofortigen Verfügung sicherzustellen und gleichzeitig weiter nach der Prinzessin zu suchen. Es war zum Verzweifeln. Ich hatte keinen blassen Schimmer, wo in dieser sonderbaren Welt sie sich aufhalten mochte und ob es ihr gut ging. Nichts würde mich dazu bringen, ohne die Prinzessin wieder zurückzukehren, heim ins Schloss, zu meinem König, Leas Vater. Auch wenn diese Welt hier noch so seltsam und übervölkert war, ich musste die Prinzessin einfach finden.

Ich rief den Knecht nochmals zu mir und wies ihn an, meine Anwesenheit hier komplett zu vergessen, indem er fünf Minuten die hintere Wand seines Hauses anstarrte, um den Spiegel an einen besser geschützten Platz zu tragen und dort an der Mauer in ein Sims zu stellen und mit einem Verhüllungszauber den neugierigen Blicken zufällig Vorbeikommender zu entziehen. Sodann schlenderte ich einigermaßen ermattet wieder die Straße in Richtung des Dönermanns hinab, um mich zu stärken und wieder zu Kräften zu kommen.

Diese andere Welt verlangte mir einiges mehr ab, als ich es gewohnt war. So oft und kurz hintereinander hatte ich meine Künste nur selten anwenden müssen. Wieder fielen mir dabei die Blicke der Passanten auf und ich stellte fest, dass ich im Vergleich zu den meisten Männern doch recht auffällig gekleidet war, als ich an mir herabsah. Die enge lederne Hose mit den Schnüren an den Seiten und vorn zwischen den Beinen war zwar ungewöhnlich, aber im Verbund mit der schwarzen Weste mit den glänzenden Nieten, den goldenen Beschlägen, den Pfauenfedern und dem flachen, runden Hut aus glänzendem Leder ließ sie die mir Entgegenkommenden zumeist belustigt bis befremdet schauen.

Vielleicht hätte ich bei meiner Zusammenkunft mit den beiden Jungfern doch nach der Bedeutung des Wortes „Schwuchtel“ fragen sollen? Viele allerdings schauten überhaupt nirgends anders hin als auf ihre Hand, in der sie glatte, rechteckige Platten, die etwa halb so dick wie ein Finger waren, mit grellbunten Runen trugen, auf die sie so konzentriert starrten oder wild mit den Fingern darauf tippten, dass ich den Verdacht hatte, dass hier ein wirklich mächtiger Zauber wirken musste.

Mehr als einmal musste ich im letzten Moment ausweichen, wenn mich einer der so Verhexten beinahe umrannte. Einige sprachen sogar zu diesen Scheiben, die aus buntem Stein und manchmal sogar Gold oder Silber zu bestehen schienen. Mehr aus Verzweiflung heraus versuchte ich, Lea wahrzunehmen und spürte zu meiner Überraschung eine warme Präsenz genau voraus, dort wo ich das Wirtshaus vom Dönermann schon aus der Ferne erkennen konnte. Mit neuem Elan eilte ich durch den scheinbar endlosen Strom der Passanten.

Tatsächlich, ich hatte mich nicht geirrt. Irgendjemand schien sich wieder in der Schänke aufzuhalten, der mit der Prinzess Kontakt gehabt haben musste. Vielleicht war jene seltsam gekleidete Jungfer mit den schwarzen Haaren wieder eingekehrt? Fast atemlos kam ich an der Tür an, vor der sich nun im schrägen Licht der sinkenden Sonne eine Schlange gebildet hatte. Ich lief mit angespannten Sinnen die Schlange entlang, ohne ein vertrautes Gesicht zu sehen. Dann schaute ich von außen durch die riesigen Fenster und erblickte zu meiner Freude jenes Mädchen wieder, das mir mittags mit einer dieser Zauberkutschen vor der Nase entwischt war.

Ich konnte spüren, dass sie sowie auch der Tischherr und die Leibwachen, die mit am Tisch saßen, Kontakt mit der Prinzessin gehabt hatten und zwar vor nicht allzu langer Zeit. Mein Jagdinstinkt erwachte und ich schwatzte einem der aus der Tür kommenden Gäste für ein Silberstück, dass ich zwischen meinen Fingern erscheinen ließ, seinen Beutel ab, die verführerisch nach Döner duftete. Schon nach den ersten Bissen fühlte ich, wie meine Kräfte sich wieder aufluden und stopfte mir so viel dieser schmackhaften Nahrung in den Mund, dass mit die Wangen rund wurden und einige der Wirtshausgäste, die in der Nähe des Fensters saßen, grinsend mit dem Finger auf mich zeigten und den Kopf schüttelten.

Diese Art Aufmerksamkeit konnte ich natürlich nicht gebrauchen, also legte ich wieder einen Verbergensschleier über mich und sorgte gleichzeitig dafür, dass einige der Lacher drinnen ebenfalls begannen, ihr Essen wie wild in den Mund zu stopfen. Der Mann, in dessen Begleitung das schwarzhaarige Mädchen mit dem unsymmetrisch geschnittenen Haar aß, schüttelte missbilligend den Kopf und redete dann weiter auf seine Begleiterin ein. Ich musste wissen was das vor sich ging, deshalb drängelte ich mich im Schutz meiner Unsichtbarkeit durch die Menschen am Eingang und blieb direkt neben dem Tisch stehen.

Ja, mein Gespür hatte mich nicht getrogen. An allen vieren haftete der Duft von Lea, besonders aber an der schwarzhaarigen Maid. Während ich zuhörte, was der Kerl da sprach, musterte ich das Mädchen. Sie hatte ein leidlich hübsches Gesicht, das durch die schräg geschnittenen Haare betont wurde. Ihre Lippen hatte sie mit einem betörenden Rot betont und ihre Lider und Brauen waren anscheinend mit Ruß geschwärzt. Sie trug andere Kleidung als am Mittag, auch wenn sie der ähnelte.

Ihr Kleid war mehr ein sehr enges Lendentuch aus seltsam glänzendem Stoff, es endete weit oberhalb der Schicklichkeitgrenze. Ihre Beine steckten in feinen Netzen, die sie wie eine zweite Haut umschlossen. An den Füßen trug sie seltsame schwarze Pantoffeln, die bis zu den Knöcheln gingen und unglaublich lange, dünne Spitzen unter den Hacken hatten. Mir war ein Rätsel, wie man in derartigen Schuhen balancieren konnte. Trotzdem sie saß, konnte man ihren hellen mit blauer Farbe bemalten Bauch sehen, denn das Hemdchen unter ihrer weit offen stehenden Jacke endete nur knapp unterhalb ihrer Brüste, die ihr Hemd gefährlich spannten.

Ihre großen, grauen Augen gingen gelangweilt zwischen der Schüssel Grünfutter vor ihrer Nase, in der sie mit einer Gabel herumstocherte, und ihrem Herrn hin und her. Sie nickte ab und zu gehorsam und schien daran gewohnt, Befehle entgegenzunehmen. Das war nützlich zu wissen. Was ihr Herr jedoch sprach, war mir größtenteils unverständlich, ich hatte das Gefühl, er käme aus einem fremden Land und beherrschte unsere Sprache nicht richtig. Zudem schaute auch er häufig auf die bunte Platte, die er auf dem Tisch liegen hatte.

Erst jetzt erkannte ich, dass darauf hin und wieder wie von selbst Worte und Bilder auftauchten, ohne Zweifel das Werk eines mächtigen Magiers. Ich überlegte, wie ungeheuerlich die Macht dieses Zauberers sein musste, wenn er all diese Menschen mit solchen magischen Platten versorgt hatte, denn es schien so als trüge buchstäblich jeder hier ein solches Ding bei sich. Zwischendurch hielt der unscheinbar wirkende Mann mit dem sonderbaren Haar, das an den Seiten ganz kurz und nur oben auf dem Schädel lang und glatt war und wie mit Schmalz gefettet wirkte, seine magische Platte sogar vor sein Gesicht, so als wolle er hineinbeißen, und sprach so als unterhielte er sich mit jemandem und es war eine leise Stimme zu vernehmen, so als ob die Platte auf seine Fragen antworten würde.

Ich bekam zum ersten Mal Furcht, dass dieses Abenteuer mich an die Grenzen meines Verstandes bringen könnte. Lea 7 Ich schloss die Tür wieder und ging die Treppe hinauf, diese Welt wurde mir immer unheimlicher. Ich verstand so vieles nicht, die Art wie sie sprachen und diese seltsamen Kutschen. Und wieso bloß entfernten sie ihre Körperhaare? Ich verstand einfach nicht, wozu das gut sein sollte und mir wurde langweilig. Im Schloss wäre ich jetzt zu Merlin gegangen.

Merlin, er fehlte mir so sehr und ich hoffte inständig, dass er nach mir suchen würde, am besten vor dieser Versteigerung. Ich wollte mich keinesfalls einem fremden Mann hingeben, aber mir würde wohl keine andere Wahl bleiben, wenn nicht noch ein Wunder geschah und ich in meine Welt zurückkehren konnte. Traurig ging ich durch die Wohnung, dabei fiel mein Blick auf einen Spiegel, ich schaute mich darin an und erkannte mich überhaupt nicht mehr.

Ich sah überhaupt nicht mehr aus wie eine Prinzessin, und in der seltsamen Kleidung fühlte ich mich gar nicht wohl. Nicht auszudenken, wenn Merlin mich so sehen würde, wahrscheinlich würde er an mir vorbeigehen und mich nicht einmal erkennen. Traurig ließ ich mich auf das Bett fallen. „Autsch!“, entfuhr es mir. Ich war auf irgendetwas Hartes gefallen und was war das für ein Geräusch? „Brrrrrrr“ summte es unter der Decke. Ich schlug die Decke zurück und entdeckte einen seltsamen Stab.

Ich zog ihn hervor und er vibrierte seltsam. Ich betrachtete ihn genauer und ließ ihn dann entsetzt fallen. Er sah aus wie der Lustpfahl eines Mannes, wurde er etwa einem Mann abgetrennt und wieso vibrierte er? Lea, das kann doch gar nicht sein, sagte ich mir selbst und hob den Stab wieder auf. Am Ende konnte man etwas drehen, was ich auch tat, und das Vibrieren hörte auf. Anscheinend war es ein Gerät zu Übungszwecken und mir wurde bewusst, dass ich ja gar keine Erfahrung mit einem Mann hatte.

Ich schaute diesen Stab an und öffnete meine Lippen, um ihn so in den Mund zu nehmen wie ich es in dem seltsamen Kasten gesehen hatte. Es weckte überhaupt keine Gefühle in mir, die Frauen in dem seltsamen Kasten nahmen den Lustpfahl aber auch sehr viel tiefer in ihren Mund, also versuchte ich das jetzt auch. Immer tiefer nahm ich den Stab in meinen Mund, als er an meiner Kehle anstieß musste ich schrecklich würgen und zog ihn sofort aus meinem Mund.

Meine Güte dachte ich, das macht doch keinen Spaß und so sollte ich mich mit einem Mann vergnügen? Dann vernahm ich auf einmal wieder dieses seltsame Klingeln, ich stand auf und lief wieder die Treppe hinunter. Offenbar hatte das Klingeln etwas mit der Tür zu tun, denn das Geräusch kam wieder eindeutig von dort. Ich ging zur Tür und öffnete sie. Merlin 7 Der Junker mit dem fettigen Haar, der eine seidig glänzende, dunkelblaue Jacke und eine dazu passende Hose trug, die drei weiße Streifen entlang der Arme und Beine hatte, wurde immer wilder und brüllte schließlich in seine Platte, bevor er sie auf den Tisch warf.

„Kannst dir vorstellen, Micha, dieset Affenjesicht, wat der für heute Abend haben woll? Eine Viertel vom Erlös. Eine! Viertel! Da fick mi doch die Henne! Dabei wird de allein am Eintritt und den Jetränken ne joldene Nase verdienen. Isch sollte ihm wirklich mal Wadim vorbeischicke und ihm Maniere beibringen. “ Einen langen Augenblick später erhob sich einer der beiden Gardisten mit der Unaufhaltsamkeit einer Gerölllawine. Der Junker, den das Mädchen Jockel genannt hatte, schaute ihn kurz an, winkte ab und sagte beiläufig: „Nit jetz, Wadim.

Später mo. Isch sach di dann Bescheid. “ Daraufhin ließ sich der Brocken von einem Mann gehorsam wieder auf die Bank sinken. Jockel gähnte ausgiebig und ich bekam große Augen. Fast alle seine Zähne waren aus purem Gold! Was für ein teuflischer Hexer war dies? Er kratzte sich an seinem kurzen, wie aufgemalt wirkendem Bart, der sich wie dünne Striche um seinen Mund zog. Dann musterte er seine Magd. „Komm, iss wat, dass du mi nit vom Fleisch fällst, Mändi nur Hunde spiele mit Knoche.

Bist doch das beste Pferd in meinem Stall!“ Er grinste sie mit seinen goldenen Zähnen an. Sie lächelte geschmeichelt zurück und schaufelte tatsächlich eine Handvoll grüne Blätter in ihren Mund und begann zu käuen. Jockel grinste noch breiter. „Jenau, immer ordentlich Klee futtern, damit dinne Euter schön prall bleiben. “ Worauf sie beide gackernd lachten. Selbst auf die steinernen Gesichter der zwei Wachen zauberte das einen Hauch Freundlichkeit. Soso, interessant, Pferde gab es hier also auch, trotz der pferdelosen Kutschen! Wozu mochten die dann dienen?Jockel biss darauf herzhaft in ein seltsames, rundes, goldbraunes Ding, das größer als eine aufgespreizte Hand war.

Dabei troffen Mengen von weißer, gelber und roter Flüssigkeit aus dem offenbar weichen Gebilde, das in der Mitte geteilt war und zwischen dessen beiden Hälften sich ebenfalls Salatblätter und offensichtlich noch anderes verbargen. Ganz anders als ich es vom Hof gewohnt war, machte er ein ungeheures Spektakel darum, als etwas von der gelben Flüssigkeit auf sein Gewand spritzte. Er zeterte und schimpfte wie ein Rohrspatz und seine Magd sprang sofort hinzu und wischte mit einem dünnen weißen Etwas an seiner Hose herum, als sei die ein Heiligtum, das nicht beschmutzt werden dürfe.

Kurz darauf gab es ein teuflisches Summen und die magische Platte des Junkers erstrahlte und begann, langsam von allein über den Tisch zu rutschen, genau in meine Richtung! Mir standen die Haare zu Berge und ich war einen Augenblick starr vor Schreck. Dann griff der Junker Jockel zu meiner Erleichterung danach und hob die Platte wieder vor sein Gesicht. Erneut verfiel er in dieses unverständliche Kauderwelsch und diskutierte laut mit einer leise antwortenden Stimme, ganz so, als unterhielte er sich mit jemandem.

Dabei lachte er häufig meckernd und zeigte seine glänzenden Zähne, woraufhin ihn seine Maid jedes Mal ergeben anhimmelte. Schließlich legte er seine Platte wieder auf den Tisch und befahl einem seiner Muskelmänner, die Prinzessin ins Paradies zu bringen. Mir stockte der Atem. Wollte er jetzt tatsächlich die Prinzessin umbringen lassen? Meine Lea? Innerhalb eines Augenblicks kochte ich vor Zorn. Gerade als sich der Berg von einem Mann vor mir aufbaute, wirkte ich mit meinen Händen den Willenlos-Zauber vor seinem Gesicht.

Er sah mich überrascht an, ebenso wie alle anderen Tischgäste, denen jetzt plötzlich meine Anwesenheit bewusst wurde. Verdammt, ich war ja für sie unsichtbar gewesen! Bevor ich meine Handbewegungen wiederholen konnte, hörte ich noch überrascht, wie er etwas wie „Deine Jedi-Tricks wirken bei mir nicht“ sagte, bevor die vorgestreckten Fingerspitzen des Kerls ansatzlos wie der Feueratem eines Drachen unter meinem Brustbein einschlugen und es stockdunkel um mich wurde. Geweckt wurde ich durch einen Schwall kalten Wassers in mein Gesicht.

Ich schreckte hoch. Das heißt, ich wollte hochschrecken, aber ein stechender Schmerz, der mir den Magen umdrehte, ließ mich zurückzucken. Langsam, ganz langsam blickte ich mich um. Zu meiner Erleichterung war der Wächter, der mich überrascht hatte weg. Leider auch der andere und sein Herr. Aber zu meinem Glück war die junge Magd mit dem Namen Mändi noch da. Die, die am meisten nach meiner Prinzessin duftete. Sie stand fast direkt über meinem Kopf und ohne es zu wollen, fiel mein Blick von unten ungehindert direkt auf ihr Heiligtum und ihre Brüste.

Sie bemerkte mein Starren und grinste mich an, wobei sie ihr Becken wiegte. „Gefällt dir was du siehst?“ Dann kniete sie sich neben mir hin und tupfte mich mit einem weichen, weißen Tuch das Gesicht trocken. „Arno ist ein Grobian. Aber sag mir mal, wie du das gemacht hast. Mit einem Mal standest du direkt neben mir. Das war unglaublich!“Ich schloss die Augen und konzentrierte mich darauf, den Schmerz wegzuatmen, der durch meinen Kopf und Brustkorb flutete.

Nach einigen Dutzend Atemzügen ging es besser und ich war in der Lage, mich auf die Bank zu setzen. Mändi setzte sich mir gegenüber. „Wie hast du das gemacht? Sag schon!“Ich ignorierte ihre Fragen und hob die Hände. Doch ich war völlig kraftlos, kaum in der Lage, die Finger zu bewegen. „Döner mit alles!“, stieß ich mühsam hervor und deutete nach vorn, zur Theke. „Muss essen … Meine Kräfte … erneuern. “ Ich wurde wieder wach von einem herrlichen Duft direkt vor meiner Nase.

Verrottete Wurzeln & Schafsurin! Ich schlug die Augen wieder auf. Mändi hielt mir ein kleines Stück Fladen direkt unter die Nase. Ich riss den Mund auf und sie schob es einfach hinein. Ich kaute wie ein Verhungernder. Es war wirklich erstaunlich. Je mehr ich von dem Zeug aß, desto schneller fühlte ich meine Kräfte wiederkehren. Ich konnte bald wieder stehen und auch die Schmerzen verflogen schnell. Ich bat Mändi, die mit großen Augen zusah, wie ich in Rekordgeschwindigkeit den Döner verdrückte, mir ein Bier und einen zweiten Döner zu holen.

Sie sah mich mit großen Augen an. Einen Moment glaubte ich, sie dachte darüber nach, einfach zu verschwinden, doch ihre Neugier hielt sie gefangen. So stand bald ein leerer und ein halbleerer Krug Bier vor mir und noch ein Döner. Zwischen dem Bissen erzählte ich ihr leise meine Geschichte. Lea 8 Vor mir stand ein riesiger Mann, breit wie Schrank, ich schaute ihn prüfend an. „Scheiße, bist du das Mädel das wir hier hergebracht haben? Mändi hat aber ganze Arbeit geleistet, du siehst ja sowas von rattenscharf aus.

Aber ob dem Jockel das so gefällt?“ „Warte, du bist doch einer von Jockels Vasallen stimmt's?“ „Ein was?“, fragte er. „Jockel schickt mich, ich soll dich ins Paradies bringen. “ „Wohin? Das ist doch nicht dein Ernst, was soll das heißen?“ „Das Paradies ist ein Club, wo du versteigert werden sollst. “ „Ach so“, sagte ich, irgendwie erleichtert. „Also wenn du fertig bist, würde ich sagen wir fahren. “ Ich nickte und ging mit ihm zur Kutsche.

„Ich bin übrigens Wadim“, sagte er auf dem Weg. „Freut mich Wadim ich bin Lea. “ Wir setzten uns in die pferdelose Kutsche und fuhren los, mein Magen machte laute Geräusche während der Fahrt. Wadim sah zu mir herüber. „Hast du Hunger?“ Ich nickte. Wadim ließ die Kutsche nach kurzer Zeit an einem Bretterverschlag anhalten. Was sollen wir hier, wunderte ich mich. Wadim stieg aus und sagte, dass ich mitkommen solle. Das musste ein Schafstall sein, vermutete ich.

Wadim öffnete die Tür und wir gingen hinein. Ich war sehr überrascht, denn es war kein Schafstall, sondern ein großer, freundlich aussehender Mann stand darin, er hatte einen weißen Umhang an mit unzähligen roten und gelben Flecken. Wadim schien ihn zu kennen. „Günni, mach uns mal zwei Curry Fritten rot-weiß“, rief er schon in der Tür. „Kommt sofort“, sagte der Mann lachend und schob uns auch schon zwei Pappschalen mit Schweinefutter hin. „Lass es dir schmecken Lea“, sagte Wadim und schob sich etwas von dem Futter in den Mund.

„Das kann man doch nicht essen“, sagte ich entsetzt. „Doch klar, probier doch mal“, lachte er und stopfte weiter dieses seltsame Zeug in sich hinein. Ich hatte aber solchen Hunger, das ich dann doch davon probierte. Es schmeckte zu meiner Verwunderung gut, nein, es schmeckte sogar sehr gut und ich stopfte noch schlimmer als Wadim, der mir grinsend zusah. Als wir unsere Schalen leer hatten, war ich mehr als satt. Wir verabschiedeten Günni und setzen uns wieder in die Kutsche und fuhren weiter.

Nach einiger Zeit ließ Wadim die Kutsche, die er liebevoll einen Dreier nannte, in einen Waldweg abbiegen, und wir rollten noch ein ganzes Stück durch den Wald, bis ein Haus auftauchte bei dem wir anhielten und ausstiegen. „Paradies“ stand auf dem Haus. Hier sollte also die Versteigerung stattfinden. Wadim ging vor und klopfte an die Tür, ein Mann öffnete und die beiden sprachen miteinander. „Na dann kommt mal rein“, sagte er und musterte mich seltsam grinsend.

Wadim und ich gingen hinein, an den Wänden hingen überall Gemälde mit entblößten Frauen, ich schaute in die verschiedenen Räume, überall lagen Matratzen auf dem Boden und ich fragte mich wieviel Leute hier wohl wohnen würden. Schließlich kamen wir in einen Raum mit einem Podest, dieses war mit weißem Stoff bezogen und auf dem Boden lagen weiße Rosen und um das Podest waren rundum Stühle aufgebaut. Hier sollte meine Jungfräulichkeit vermutlich versteigert werden. Merlin 8 Das Mädchen hörte mit großen Augen zu und unterbrach mich anfangs häufig.

Sie konnte kaum glauben, was ich ihr da erzählte. Als sie allerdings vernahm, dass ich auf der Suche nach der Prinzessin war, sagte sie mit zweifelnder Miene: „Das dürfte schwierig werden. Lea ist…“ „PRINZESSIN Lea ist“, unterbrach ich sie mit erhobenem Finger. Diese Barbaren hier schienen keinerlei Anstand und Standesgefühl zu besitzen. Sie sah mich irritiert an. „Ja-ja, also die Prinzessin ist sicher schon auf dem Weg ins Paradies. Der Jockel hat Wadim – das war der Große, in den du reingerannt bist – zu ihr geschickt, sie ins Paradies zu fahren.

Und dort wird nachher…“, dabei schaute sie auf ihr Handgelenk, um das ein rotes, glänzendes Armband mit einem klobigen Quader hing, „… in etwa drei Stunden ihre Jungfräulichkeit versteigert. „Ich schnappte einen Augenblick nach Luft. Dann rief ich mit blitzenden Augen: „Unmöglich!“ Vielleicht lag es an dem Döner und dem Bier, ich fühlte mich auf jeden Fall so geladen wie noch nie und ich spürte selber, wie die Stimme der Macht in meinem Ruf mitschwang.

Die Augen des Mädels, das sich mir als Mändi vorgestellt hatte, weiteten sich erschrocken und wurden einen Augenblick verträumt. „Oh, wow“, sagte sie, „das war echt … beeindruckend intensiv. Das ging mir durch und durch. Ich glaube, ich bin grad feucht geworden. “ Dabei schaute sie mich mit einer Mischung aus Bewunderung und Hingabe an. „Ich verstehe nicht…“, begann ich, winkte unwirsch ab und besann mich dann auf das Wichtige. „Kannst du mich zu ihr bringen?“ „Sagst du das bitte nochmal?“, bat sie unerwartet nach einem Augenblick des Zögerns mit glänzenden Lippen.

„Aber auf die gleiche Art wie vorhin?“ Ich wurde ungeduldig. „DU BRINGST MICH AUF DER STELLE ZU PRINZESSIN LEA!“, donnerte ich mit ordentlich Schmackes. Übergangslos herrschte Ruhe im Lokal und alle Anwesenden starrten mich erstaunt an. „DER REST VON EUCH GEMEINEN ISST WEITER!“, fügte ich ein wenig leiser hinzu. Wie Kühe auf der Weide wandten sich alle Gesichter wieder ihren Speisen zu. Mändi hingegen zitterte kurz und blinzelte mich überrascht an. „So schnell bin ich noch nie gekommen“, flüsterte sie überrascht.

„Wie machst du das?“ Ich wies wortlos auf die leeren Teller vor mir. „Es liegt am Döner-mit-alles. Und am Bier. “ Sie klimperte mich mit ihren riesigen, schwarzen Wimpern an, die mich sofort ‚Hexe, Hexe!‘ denken ließen und wagte zu fragen: „Könntest du bitte noch mal…?“ Ich blitzte zornig, langte über den Tisch und wischte ihr meine Fingerrücken über die Wange, dass es klatschte. Innerlich fluchte ich einen Moment später schon über meine Unbeherrschtheit.

Wieso hatte ich mich so hinreißen lassen? Ich war doch sonst nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen. Es musste an der Situation liegen. Trotzdem Mändi eine Träne über die Wange kullerte, schaute sie mich mit leuchtenden Augen an. Das alles um mich her ängstigte mich mehr als ich zuzugeben bereit war. Ein Zauberer hatte sich in jeder Situation zurechtzufinden, sonst wurde er unter ungünstigen Umständen schnell zu einem diffusen, vage magierförmigen Rußfleck auf einer Mauer.

Doch dafür war ich nicht hergekommen. Ich rappelte mich auf und winkte Jungfer Mändi, vorauszugehen. Mir fiel ein, dass es eine gute Idee sein mochte, etwas Proviant zu fassen und ich schickte Mändi, die erwartungsvoll an meinen Lippen hing, mir noch ein paar Döner-mit-alles für unterwegs mitzunehmen. Als wir aus dem Dönermann kamen, begann die Sonne bereits zu sinken. „Es tut mir sehr leid, Jungfer Mändi, dass ich die Geduld verlor und euch schlug“, wandte ich mich an meine Begleiterin.

„Das alles hier ist für mich so ungewohnt und … aufregend. Glaubt bitte nicht, dass das sonst meine Art ist…“ Sie prustete kurz und winkte dann ab. „Kein Ding, echt. Du hast wirklich eine lustige Art zu reden. Gefällt mir aber. Sag mal, hältst du mich etwa echt noch für eine Jungfrau?“ Ich sah sie erstaunt an. „Nein, natürlich nicht. Dieser Jockl, ist das nicht euer Gemahl?“ Sie kicherte. „DER?!? Quatsch, das ist nur mein Lude.

“ Ich sah sie verständnislos an und winkte ihr dann mit der Hand, mitzukommen. Bevor ich mich daran machte, die Prinzessin aus den Fängen dieses … Luden zu befreien, wollte ich den Spiegel sichern und momentan fühlte ich mich stark genug, das zu bewerkstelligen. Während wir den Weg zum Tischler entlang liefen, fragte mich Mändi beständig weiter aus. Wie das Leben bei uns wäre. Ob es da auch dies oder das gäbe. Meist musste sie mir das dann erst einmal erklären, weil ich mit den Begriffen, die sie ganz selbstverständlich benutzte, nicht das Geringste anfangen konnte.

Beispielsweise diesem Internet. Wer brauchte schon überall ein Netz? Und mir erschien es auch absolut unsinnig, jeden anderen Menschen benachrichtigen zu können. Die meisten Menschen kannte ich doch kaum und selbst die, die ich kannte – pah, nur wenige unter diesen schienen mir wert, mich mit ihnen zu unterhalten. Mein König selbstverständlich, aber ihn konnte ich jederzeit im Schloss oder auf einem Feldzug, bei denen ich ihn selbstverständlich begleitete, ansprechen. Nein, das Leben hier erschien mir nicht im Geringsten erstrebenswert.

„Mändi“, sagte ich. „Ihr mögt es glauben oder nicht, aber mich ängstigt diese Welt hier. Die vielen Menschen, die Gleichgültigkeit. Mag sein, dass Ihr hier viele Dinge habt, die das Leben angenehmer machen. Aber ich habe das Gefühl, Ihr lebt mehr neben- als miteinander. Selbst die Dirnen bei uns geben den Männern mehr als nur ihren Körper zum Stillen der Wollust. Versteht Ihr?“ Mändi schaute mich mit großen Augen an, ohne ein Wort zu erwidern.

Dann waren wir auch schon angekommen und ich nahm den Bann vom Versteck des Spiegels. Mändi war nicht wenig erstaunt, als an der sonst nackten Mauer plötzlich ein Spiegel erschien. „Ist das ein Trick?“, fragte sie mich atemlos und mit funkelnden Augen und fügte dann „Geil!“ hinzu und schmiegte sich an mich. Ich legte die Hand um ihre Schulter und zog sie erfreut an mich. Sie blickte lächelnd an mir herunter. „Sag mal, Merlin, ist das Absicht, dass du wie ein Schwuler rumläufst?“ Ich sah sie verständnislos an.

Schon wieder dieses Wort! „Was meint Ihr, Jungfer Mändi?“ Sie sah mich zweifelnd an. „Na ein Schwuler, ein Homo. Einer, der gern Schwänze bläst und sich in den Arsch ficken lässt. Bist du wirklich ein warmer Bruder? Dein Ding hier unten sagt jedenfalls was anderes. “ Sie grinste anzüglich, während sie ganz unbefangen ihre Hand über den Teil meiner Hose gleiten ließ, in dem es augenblicklich enger wurde. Ich brauchte einen Augenblick, ihre Worte zu verstehen.

„Ach das meinst du! Nein, ich pflüge lieber ein fruchtbares Tal als totes Land und mir sind Mädchenbrüste lieber als Männerhaar. Doch mir fiel schon auf, dass viele mich seltsam anstarrten. Geradezu feindselig. Was hat es damit auf sich, sind etwa jene Männer, die die Lust lieber auf griechische Weise genießen, hier weniger angesehen? Sprecht frei und offen, Jungfer!“Trotzdem sie eine Dirne war, brauchte sie etwas Anlauf und viele Worte. Anscheinend wollte sie meine Ehre nicht verletzen.

Die Menschen dieser Welt waren wirklich seltsam. Ich nahm den Spiegel von der Wand und stützte mich darauf. „Wie finden wir nun die Prinzessin? Kennt Ihr den Weg?““Wir sollten besser ein Taxi nehmen“, war die rätselhafte Antwort und eine Sekunde später stand Mändi am Rand des Kutschenwegs und winkte wild mit dem Arm. Tatsächlich hielt kurz darauf eine der Kutschen direkt vor ihr. „Wollt ihr zum Kostümball? Ihr seht ja echt scharf aus“, begrüßte uns der Kutscher lachend und stieg aus, weil er hinten an der Kutsche eine Klappe öffnen musste, damit ich den Spiegel hineinpacken konnte.

Mändi half mir und zog mich hinter sich auf die hintere Bank der Kutsche. „Wo soll's denn hingehen?“, fragte der Kutscher grinsend. „Ins Paradies“, antwortete Mändi, rutschte näher an mich und schob sich unter meinen Arm. „Erzählst du mir noch ein bisschen was von deiner Welt?“, fragte sie mich und ihre Hand strich dabei mein Bein hinauf. „Die Fahrt dauert ungefähr eine Dreiviertelstunde. Was macht man denn bei euch so, wenn man Lust aufeinander hat?“ Dabei hob sie ihr Bein an und legte es über meins.

Ihre Lippen und Augen glänzten verheißungsvoll und ihr Atem drang warm an mein Ohr. Das Ziehen in meinen Leisten hieß es mir geraten, einen Verschleierungsbann im hinteren Teil der Kutsche zu manifestieren um den Kutscher nicht von seiner Aufgabe abzulenken, bevor ich meine Aufmerksamkeit gänzlich Mändi zuwandte. Lea 9 Plötzlich riss mich eine Stimme aus meinen Gedanken. „Lea? Bist du das?“ „Kikki“ rief ich voller Freude und wir nahmen uns in den Arm. „Kikki was machst du denn hier?“ „Jockel hat mich hier her bestellt, ich soll nachher bei der Auktion helfen, aber ich hatte dich fast nicht erkannt“, grinste sie.

„Ja Mändi hat mich ein bisschen zurecht gemacht“, sagte ich. „Ein bisschen ist gut“, lachte Kikki. „Da hat Mändi echt alles gegeben. “ Wir hören Stimmen im Vorraum und dann sah ich Jockel auch schon, er kam in das Zimmer und schaute mich fassungslos an, dann wurde sein Kopf immer roter und ich verstand nicht warum. Er holte tief Luft und dann platzte es aus ihm heraus. „Isch glaub isch spinne“, schrie er, völlig außer sich.

„Isset denn die Mändi völlig blöde oder wat is hie los? Du siehst nit us wie ine Jungfrau, sondern wie mein bestet Pferd im Stall, die et schon tausend Typen besorgt hat“, schrie er mich an und mir standen sofort die Tränen in den Augen. „Wir dachten wir machen es so am besten“, schluchzte ich. „Ja, wenn du für mich arbeiten tust, kannst du dat anziehen, aber doch nit für ine Auktion, wo deine Jungfräulichkeit versteigert wird.

Na warte, lass Mändi erst mal hie sin, die kann sich uf wat jefasst machen. “ „Mändi kann doch gar nichts dafür, wir haben das zusammen ausgesucht und dachten, es ist das was du willst. “ Mir liefen schon die Tränen die Wangen herunter. „Boah jetzt hör uf zu heulen, das kann isch jar nit leiden, wir bekommen dat schon wieder hin“, sagte Jockel jetzt etwas ruhiger. „Komm mal mit Lea. “ Wir setzten uns an den Tisch und Jockel sprach ganz nett mit mir, wollte alles über mich wissen und ich erzählte ihm meine ganze Geschichte… von dem Zauberspiegel, durch den ich her gelangte, wie ich Mändi und Kikki kennenlernte und natürlich auch, dass ich eine Prinzessin war.

Jockel hörte aufmerksam zu, dann rieb er sich mit der Hand das Gesicht. „Sag mal Lea, kiffst du oder so?“ Ich schaute ihn fragend an. „Was ist kiffen?“ „Du verarscht mich, oder? Das ist keine gute Idee Mädsche, jar keine gute Idee“, sagte er böse. „Nein das war die Wahrheit, Jockel wirklich. “ Jockel überlegte kurz. „Also wenn dat wirklich stimmt, ändert dat komplett allet. Damit wirst du praktisch unbezahlbar. Isch weiß nur noch nicht, wie isch dat den Leuten verkaufen werd, dat glaubt doch mir doch keine Sau.

Aber mir wird schon wat infallen. “ Jockel überlegte kurz und rief dann Kikki. „Kikki, nimm dat Lea mit und zieh se vernünftig an, isch denk, du bisset was heller als Mändi. Und schnapp dir eine von Michas Mädchen, sie soll dir helfen. Wir können uns jetzt keine Fehler mehr erlauben, die Zeit wird langsam knapp. “ Kikki nickte nur und zog mich hinter sich her und auf dem Weg sprach sie noch ein Fräulein an, das uns dann auch folgte.

Das Fräulein brachte uns in einen Raum, in dem lauter Kleider hingen. „Oh, so viele schöne Kleider“, staunte ich. „Fast wie bei uns im Schloss. “ Kikki und das Fräulein arbeiteten fieberhaft, ich stand nur da und bekam kaum mit was sie machten, so schnell ging alles. Plötzlich war ich ganz nackt und hatte kurz darauf weiße Unterwäsche mit Spitze an, dann berieten die zwei sich kurz mit dem Kleid und brachten mir ein pompöses Kleid mit einer langen Schleppe und zogen mir das Kleid an, dann suchten sie noch passende Schuhe für mich und in mein Haar steckten sie einen weißen Kranz.

Die beiden musterten mich und Kikki meinte: „Wow, perfekt!“ Im Zimmer stand auch ein Spiegel, ich ging hin und betrachtete mich, ich konnte es kaum glauben, ich sah fast wieder aus, wie zu Hause, zumindest einer Prinzessin angemessen. „Warte hier, ich bin gleich zurück“, sagte Kikki. Nach ein paar Minuten kam sie zurück, mit einem selbstsicheren Lächeln im Gesicht und sie hatte Jockel mit dabei. Als Jockel mich sah, musste er erst einmal schlucken.

„Oh Scheiße, sie sieht jetzt wirklich aus wie eine Prinzessin, ihr habt richtig gute Arbeit gemacht Mädels, dafür habt ihr was gut bei mir. “ Merlin 9 Mändi war eine sehr erfahrene Nicht-mehr-wirklich-Jungfer und ich war froh, den Verhüllungszauber verrichtet zu haben, denn der Kutscher hätte an unserer Lust sicher seine Freude gehabt und mittun wollen. Doch das ging nicht, ich durfte nicht riskieren, dass wegen meiner Triebhaftigkeit die Jungfräulichkeit der Prinzessin gefährdet wurde.

So fasste ich mich kurz und schickte Mändi mehrfach ins Reich des Lächelns, bevor ich ihren Acker wohlbestellt hinterließ. So kam es, dass wir gerade dabei waren, unsere Kleider zu richten, als die Kutsche hielt. Mändi schaute nach draußen und stellte fest, dass wir angekommen waren und den Kutscher entlohnen mussten. Die Art und Weise, wie sie mich ansah, als sie Zeigefinger und Daumen aneinander rieb, ließ mich verstehen, dass dies meine Aufgabe war.

Ich versuchte zunächst einen einfachen Zauber indem ich sagte: „Die gesuchten Personen sind nicht an Bord, die Kutsche kann passieren…“, ihm dabei intensiv in die Augen sah und mit den Fingern hinter dem Rücken die entsprechenden Bewegungen machte. Zu meiner Überraschung meinte er dazu ganz unbeeindruckt: „Dat kannste dir sparen, Junge. Isch will Bares, sons jibbet Zorres!“ und mir dazu mit bösem Gesicht die Hand entgegenstreckte. Ich kümmerte mich in der einzig möglichen Weise darum, indem ich ihn einschlafen ließ.

Verdammt, wieso hatten Fuhrleute allesamt so harte Schädel? Ich hatte mir dabei fast die Finger gebrochen! Nun musste mir Mändi helfen, den Spiegel aus der Kutsche zu laden, denn ich nahm an, dass ich seiner bald bedürfen würde. Darum war ich ihr mehr als dankbar, als sie hinten aus der Klappe noch ein großes, dickes Tuch holte und es um den Spiegel schlug, bevor ich ihn mir auflud. Sobald wir von der Kutsche fortgingen, zeigte sie auf einen schmalen Pfad, der zur Rückseite des Gebäudes führte.

„Lass uns lieber hier lang gehen, Merlin“, bat sie freundlich. „Ich habe eine Idee, wie wir mit dem Spiegel hereinkommen, ohne Aufsehen zu erregen. “ Natürlich folgte ich meiner Führerin um das große Gebäude, wo sie schließlich eine Treppe hinaufstieg und auf etwas an der Wand neben einer Tür drückte, worauf es lange summte, bis schließlich die Tür aufsprang. Ohne zu zögern ging Mändi hinein und ich ihr hinterher. Ist euch mal aufgefallen, dass eine Frau, die gerade die Lust genoss, ihren Hintern viel aufreizender tanzen lässt? Fast wäre ich mit dem Spiegel gegen eine Wandecke gestoßen, so vertieft war ich in meine Betrachtung.

Ich erschrak und konzentrierte mich nun mehr auf die Umgebung. Die zwei Räume, die wir durchquerten waren größtenteils dunkel – ohne Kamine, Kerzen oder Fackeln. Trotzdem gelangte noch genügend Licht durch die großen Fenster, dass man zumindest die Umrisse unglaublich vieler Möbel, Bilder und Regale an den Wänden erkennen konnte. Der hier ansässige Fürst musste reich sein. Ich bemerkte auch, dass der Lärm einer Vielzahl von Menschen immer vernehmbar wurde, so wie bei einem Bankett bei Hofe, wenn der König Gäste geladen hatte.

Es klang wie viele Stimmen und immer wieder aufbrandendes Gelächter, aber auch Klatschen und Schreie der Pein und Lust. Dazu hörte man ein ostinates, rhythmisch dröhnendes Wummern, das manchmal von schauerlichem Kreischen untermalt wurde. So richtig konnte ich mir keinen Reim darauf machen, was hier eigentlich los war, aber ich verließ mich darauf, dass Mändi nichts Böses plante. Die blieb auch wie auf Kommando in einem Durchgang stehen, durch den helles Licht drang, drehte sich halb zu mir, legte den Finger auf die Lippen und winkte mich näher.

Ich lehnte den Spiegel vorsichtig gegen die Wand und schob mich halb vor sie. Wir standen auf einer Art Empore und unter uns herrschte buntes Treiben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich hielt ich zuerst nach der Prinzessin Ausschau. Trotzdem kam ich nicht umhin zu bemerken, dass viele der Gäste mit Verlaub gesagt seltsam und fremdartig anmutend gekleidet waren, so sie überhaupt Kleidung trugen. Hocherfreut nahm ich zur Kenntnis, dass zumindest einige wohlbeleibte Männer mit Bärten ebenso prächtig angezogen waren wie ich und fühlte mich zum ersten Mal ein wenig vertrauter in dieser so seltsamen Welt.

Aber wohin war ich hier nur geraten? Da führten Männer nackte Frauen an Halsbändern und Frauen nackte Männer. Entlang der Wände waren ebenfalls unbekleidete Männer und Frauen an Jakobskreuze gekettet und wurden mal gepeitscht und mal gekost, manchmal sogar beides gleichzeitig. Insgesamt war fast die Hälfte der Gäste kaum oder gar nicht bekleidet. Dann gab es Gäste, die sich ganz ungehemmt auf oder unter Tischen oder Bänken der Lust ergaben, ohne sich erst die Mühe zu machen, dafür etwas Abgeschiedenheit zu suchen.

Dagegen ließen sich ja die Gelage bei Hofe wie eine Werbeveranstaltung für Züchtigkeit und Mäßigung an! Ganz im Mittelpunkt war ein Podest aufgebaut, auf dem eine Art Pult sowie ein großes, weiß verziertes, fast quadratisches Bett stand und das versetzte mir innerlich einen Stich, ohne das ich hätte sagen können, weshalb. Ich zuckte niedergeschlagen die Achseln, denn die Prinzessin erblickte ich nirgends. Auch war es mir ob der Menge der Leute und der sich von hinten an mich drängenden Mändi abermals unmöglich, die Prinzessin zu orten.

Mändi tröstete mich, indem sie mir auf die Schulter klopfte und erklärte, dass die Prinzessin auf jeden Fall in wenigen Augenblicken erscheinen würde und wir die Zeit bis dahin nutzen sollten, den Spiegel unauffällig auf dem Podest neben dem Bett zu platzieren, was wir im Schutz eines Verschleierungszaubers auch taten, nachdem ich vorsichtshalber meine Kräfte nochmals mit einem Schluck Bier und ein paar Bissen Döner erneuert hatte. Pah, danach hätte ich den Spiegel mitsamt Mändi, die wenig mehr einen Zentner wog, auf einer Hand hinüber schweben lassen können! So aber schlichen wir leise wie die Diebe die Treppe hinab und bahnten uns vorsichtig einen Weg durch die Menge, bis wir den Spiegel sicher an dem Podest neben dem Bett aufgestellt hatten.

Mändi winkte mir zu, dass wir uns von der Bühne bewegen sollten und schob mich zu einem Tisch. „Setz dich hierher“, flüsterte sie. „Das ist Jockels Tisch. “ Kaum hatte sie ausgeredet, sah ich auch schon, wie dieser in seinem seltsamen blauen Anzug durch die Massen zum Tisch marschierte, und nur die Schmerzen in meiner Hand verhinderten, dass ich ihm sein arrogantes Grinsen aus der Fratze drosch und den Aufenthaltsort der Prinzessin aus ihm herausprügelte.

Nun, einen kleinen Anteil hatten sicher auch seine beiden Garden, die wie zwei Felsen hinter ihm her marschierten und sich mir gegenüber am Tisch niederließen. Mändi war hinter mir stehengeblieben und drückte meine Schultern nach unten, als ich hochfahren wollte. Sie beugte sich zu mir herab und flüsterte in mein Ohr: „Warte, die Prinzessin kommt bestimmt gleich!“Wie auf Kommando wurde es dunkel im Saal und es kehrte relative Ruhe ein. Mehrere starke Lichtstrahlen, die, soweit ich erkennen konnte, von seltsamen … Apparaten am hinteren Ende des Saals erzeugt wurden, fielen auf das Bett und das Podest.

Das sah nach imposanter Magie aus, auch wenn das bekannte Kribbeln ausblieb, das stets die Härchen auf meinen Armen aufrichtete, wenn in der Nähe Magisches gewirkt wurde. Ein kurzer Trommelwirbel erklang und dann trat ein Mann in den Lichtkegel. Ich drehte mich wieder nach vorn und betrachtete den Mann im Licht, der einen seltsamen, glänzenden Gegenstand zum Mund hob und zu sprechen begann, worauf seine Stimme mit unheimlicher Intensität und enormer Lautstärke von überall her zu kommen schien, obgleich er lediglich im Plauderton redete.

„Meine sehr verehrten Gäste, liebe Freunde – herzlich willkommen im Paradies!“ Dabei streckte er einladend einen Arm in die Runde und es erhob sich ein kurzer, höflicher Applaus. „Wir alle wissen, dass es heute ein besonderer Abend abseits der üblichen Themenevents ist, denn heute wird mein lieber Freund Jockel…“, er wies mit dem Arm in Richtung des schmierigen Kerls, und gehorsam kroch ein Lichtfinger zu der halben Portion hinter mir, „… uns eine ganz besondere Attraktion bieten.

Was genau das ist, wird er uns nun höchstpersönlich verraten. “ Leichtfüßig erklomm der Genannte das Podest und trat zu seinem Freund, der ihm den Gegenstand in seiner Hand vor den Mund hielt. Er erklärte großspurig, dass er keine Mühen und Kosten gescheut habe, diesen Abend zum Unvergesslichsten aller Zeiten zu machen. Heute, so betonte er, würde er nämlich die Jungfräulichkeit einer echt heißen Braut versteigern und alle dürften dabei zusehen, wenn der Gewinner die Defloration vor aller Augen vollziehen würde.

Vereinzelter Beifall brandete auf. Aber, so betonte Jockel nachdrücklich, das sei noch nicht alles. Diese Jungfrau sei einfach der Hammer, eine Sexbombe, so unglaublich heiß, dass ihre Schuhsolen aus Asbest gefertigt werden mussten. Und sie sei tatsächlich eine waschechte Prinzessin mit einer richtigen Krone und einem Stammbaum, die seit heute für ihn arbeiten und ab morgen auf Kunden warten würde. Bei diesen Worten wurde Gemurmel laut, das in jähe Begeisterung umschlug, als er ohne weitere Worte hinter sich wies, wo ein Lichtfinger sich auf einen Vorhang richtete, durch den ein Mädchen, nein, eine Göttin in Weiß trat und langsam und vornehm auf Schuhen mit unglaublich hohen Absätzen nach vorn zu den beiden Kerlen wackelte.

Ich bemerkte, dass Jockel bei ihrem Anblick sichtlich erregt wurde und dass auch mir eng in der Hose wurde. Selbst Mändi, die hinter mir stand, drückte sich enger an mich und atmete heftiger. Aber wer sollte das sein? Das konnte doch unmöglich Prinzessin Lea… – oder etwa doch?!? Staunend betrachtete ich diese strahlende Erscheinung, das schüchterne Lächeln, die großen, ausdrucksvollen Augen, die durch einem dünnen, weißen Rahmen noch betont wurden, das lange, lockige Haar und die elegante Kleidung, in der Lea in ungewohnt fraulicher Manier ihre Hüften wiegte.

Sie trug sogar einen weißen Kranz im Haar, genau wie eine Braut! Tosender Beifall begleitete ihren Weg und die beiden Männer hatten Mühe, die Massen wieder zu beruhigen. Jockel hob schließlich beschwichtigend die Arme und bemerkte, dass nach einer heißen Einlage umgehend mit der Versteigerung begonnen würde, worauf die Zwei zu den nun einsetzenden hypnotischen Klängen einer annalischen Musik die Bühne verließen und meine Prinzessin sich kerzengerade auf das Bett setzte und ein Bein überschlug.

Ich wollte natürlich sofort aufspringen und zur ihr hinauf eilen, aber Mändi hielt mich mit beiden Händen fest und flüsterte mir zu, dass jetzt kein guter Zeitpunkt sei und ich noch warten solle. Als die Melodie sich zu wiederholen begann und noch schriller und aufreizender erklang, wurde es plötzlich heller auf dem Podest und ein stattlicher, dunkelhäutiger Mann kam hinter dem Vorhang hervor. Er trug ein seltsames Gewand in durchweg schwarzer Farbe mit einigen Verzierungen, das mich unwillkürlich an das Gewand eines Kriegers erinnerte.

Er bewegte sich mit einer unglaublichen Raffinesse und Gewandtheit zum Takt der Musik und tänzelte direkt auf die Prinzessin zu. Lea 10 „Ich muss jetzt die Versteigerung ankündigen, ihr wartet noch hier oben, bis ich euch holen lasse“, sagte Jockel und ging wieder nach unten. Ich wurde langsam immer aufgeregter, was würde nach der Versteigerung wohl passieren? So wirklich verstand ich immer noch nicht, worauf ich mich eingelassen hatte. Kikki nahm mich in den Arm und drückte mich.

„Du schaffst das, Süße“, sagte sie. Nach einiger Zeit des endlosen Wartens tauchte plötzlich Wadim im Zimmer auf. „Komm Lea, es ist so weit, ich bringe dich jetzt nach unten“, sagte er. Ich schaute Kikki noch hilfesuchend an, aber was sollte sie jetzt noch machen, helfen konnte sie mir auch nicht, also ging ich mit Wadim die Treppe hinunter. Je weiter wir nach unten kamen, desto mehr vernahm ich Musik und Stimmen, ich hörte Jockel wie er mich ankündigte und mein Herz schlug mir bis zum Hals vor Aufregung.

„So, du bist dran, dein Auftritt, Prinzessin“, sagte Wadim, deutete eine Verbeugung an und zwinkerte mir zu. Ich lächelte zurück und ging in den Saal, ich konnte durch das Licht, das auf mich gerichtet war, gar nicht richtig sehen, was sich zum Glück änderte, als ich im Saal stand. Viele Leute waren gekommen und zu meiner Verwunderung waren viele nackt, und ich verstand gar nichts mehr. Was mir auffiel war das Bett, das sie anscheinend aufgestellt hatten.

Sollte ich etwa hier? Direkt? Mir wurde auf einmal ganz schlecht. Ich stand jetzt neben Jockel und alle starrten mich an, ich war wie in Trance und hörte Jockel zwar, aber verstand seine Worte nicht. Nach seiner Ansprache verschwand Jockel von der Bühne und ich stand ganz alleine dort oben, laute hämmernde Musik holte mich zurück in die Wirklichkeit, auf einmal war ein dunkelhäutiger Mann mit mir auf dem Podest, er bewegte sich sehr gewandt zu der Musik die spielte und man sah trotz des weiten Umhanges den er trug seinen durchtrainierten Körper.

Er tanzte lasziv und fordernd um mich herum, ich hörte auch das laute Johlen der anderen Gäste, sie hatte offensichtlich ihren Spaß an dem, was ihnen geboten wurde. Der Tänzer ließ seinen Umhang gekonnt fallen und tanzte jetzt um mich und hatte nur eine Unterhose an, die diesen Namen eigentlich gar nicht mehr verdiente, denn es war fast kein Stoff vorhanden. Der Tänzer beugte sich vor mir nach vorne und regte mir seinen Po entgegen und deutete auf seine Hose, irgendwann verstand ich das ich sie anfassen sollte, also griff ich einfach an den Bund und in dem Moment sprang er leicht nach vorn und ich hatte das Stück Stoff in meiner Hand.

Der Tänzer war nackt und er hatte einen … gewaltigen Luststab, meine Güte. Der war wirklich beeindruckend. Jetzt würde er zunehmend forscher, er berührte mich bei seinem Tanz und rieb sich an mir, was mir eher unangenehm war. Jetzt wurde sein Luststab auch noch härter und noch wesentlich größer, es war fast angsteinflößend. Er öffnete den Verschluss meines Kleides und bevor ich mich versah, rutschte es an meinem Körper herunter und fiel auf den Boden.

Jetzt stand ich nur in meiner Spitzenunterwäsche auf der Bühne mit einem nackten Mann, der um mich herum wirbelte, das Publikum tobte und feuerte den Tänzer an. Er packte mich plötzlich und hob mich mit seinen starken Armen mühelos hoch und trug mich zu dem Bett und legte mich darauf. Er tanzte kurz um das Bett und auf einmal war er über mir, er lag auf mir und machte zwar tänzerische aber doch sehr eindeutige Bewegungen und ich spürte seinen harten Luststab wie er sich an meiner Unschuld rieb, zu meinem Entsetzen erregte es mich sogar, die pulsierende Musik und die johlende Menge tat ihr Übriges.

Und ich ertappte mich dabei das ich seinen gestählten Körper berührte und gerade als ich anfing Gefallen an dem Schauspiel zu finden, verstummte die Musik und der Tänzer war verschwunden, Jockel stand plötzlich neben mir und reichte mir die Hand um mir aufzuhelfen. Mit zitternden Knien stand ich neben Jockel, der mit der Versteigerung begann. Jetzt erst fiel mir der Spiegel neben dem Bett auf, er sah genauso aus wie der Zauberspiegel von Merlin… ‚Ach Merlin‘, dachte ich.

Wäre ich doch nur niemals durch diesen vermaledeiten Spiegel gegangen, dann wäre mir das alles erspart geblieben. Und wie erging es Merlin wohl? Ob er mich suchen würde? So viele Gedanken gingen mir durch den Kopf, dass ich Jockels laute Aufforderungen und die Gebote gar nicht mitbekam. Merlin 10 Ich war versucht auf die Bühne zu springen, als ich sah, wie der schwarze Kerl die Prinzessin begrapschte, und Mändi, die hinter mir stand, brauchte ihr ganzes Geschick und viele Worte, um mich zu überzeugen, dass er ihr nichts antat und alles nur spielte und dass das alles zur „Schau“ gehören würde, was immer das auch bedeuten mochte.

Trotzdem gefiel mir weder das Leuchten in Leas Augen noch ihr Lächeln, als schließlich die Musik verstummte und sie mit Blicken dem nackten schwarzen Tänzer mit dem wirklich beeindruckenden Körperbau folgte, als dieser schließlich hinter dem Vorhang verschwand. Sie erschrak richtiggehend, als Jockel, der inzwischen wieder das Podest erklommen hatte, ihr die Hand hinhielt und sie aufforderte aufzustehen, damit alle sie gut sehen könnten. Ich hielt es nicht länger auf dem Stuhl aus. Irgendwie musste ich ihr zu verstehen geben, dass ich zu ihrer Rettung gekommen war und dass alles bald wieder gut wäre und wir wieder zurückkehren könnten in ihres Vaters Königreich.

Das alles flüsterte ich Mändi ins Ohr, während dieser schmierige Gockel oben auf dem Podest meine Prinzessin in höchsten Tönen rühmte und anpries und dem Gewinner der Versteigerung einen wahrhaft majestätischen Fick verhieß. Mändi stellte sich etwas schwerfällig an, immer wieder fragte sie dazwischen, speziell, wie wir denn nun eigentlich zurückkehren wollten. So verriet ich ihr, dass das Geheimnis darin bestünde, eben jenen Spiegel, den ich mit Mühe gefunden und auf dem Podest platziert hatte, unbekleidet zu durchschreiten, um auf die andere Seite zu gelangen und dass ich genau das jetzt zu tun gedachte, natürlich gemeinsam mit der Prinzessin.

Mändi sah mich einen langen Moment schweigend an, dann blickte sie zu dem Spiegel, dann zu Prinzessin Lea und dann zu mir. „Und du glaubst, dass du dadurch wieder in deiner Welt landest – die wahrscheinlich auch die unsere ist – nur ein paar hundert Jahre früher?“, fragte sie schließlich mit zweifelndem Gesichtsausdruck. „Was ist, wenn du dich täuscht und ihr vielleicht in … in der Urzeit landet, wo ihr von irgendwelchen Viechern gefressen werdet?“ Ich schüttelte voller Überzeugung den Kopf.

„Nein, Mändi, das kann nicht geschehen. Ich kann es dir nicht genau erklären, aber ich weiß ganz genau, dass dies der richtige Durchgang ist und wir dort ankommen werden, wo wir hingehören. Magier spüren so etwas. “ Ganz so sicher wie ich mich gab, war ich natürlich nicht wirklich, ich dachte mit etwas Beklemmung an den rätselhaften Zeitsprung ganz am Anfang dieses Abenteuers. Heute früh, fiel mir ein. Meine Treu, war das wirklich erst einen Tag her? Mir kam es vor, als seinen seither Wochen vergangen.

Aber ich war mir sicher. Schließlich hatte ich durch den Spiegel die Mauern unseres Schlosses ertastet. Und nun war ich hier, direkt neben der Prinzessin, die mich natürlich nicht sehen und hören konnte. Trotzdem Jockel oben auf der Bühne war, konnte ich den Schleier nicht einfach verlöschen lassen, denn seine Wächter saßen mir noch am Tisch gegenüber und beäugten die ganze Zeit misstrauisch alle um sie herum. So stand ich auf und griff Mändi, nachdem ich kurz überlegt hatte.

Auf dem Weg aufs Podest erklärte ich ihr mein weiteres Vorgehen. Wir traten an das Bett während der schmierige Jockel den Preis für Leas Jungfräulichkeit mit schnodderiger Beredsamkeit in immer absurdere Höhen trieb, und Mändi und ich blieben links und rechts der Prinzessin stehen und griffen sie bei den Schultern, damit sie nicht aufsprang. Gleichzeitig flüsterte ich ihr ins Ohr: „Nicht erschrecken, ich bin's Merlin. “ Natürlich zuckte sie zusammen, doch unsere Hände an ihren Schultern verhinderten zumindest, dass sie schreiend aufsprang.

Sie fing sich schnell und flüsterte mit Tränen in den Augen: „Oh Merlin, Nimue sei Dank! Seid ihr gekommen mich zu retten?“ Ich beruhigte sie. „Alles wird gut. “ Dann erklärte ich ihr den Plan, ohne sie aus den Augen zu lassen. „Neuntausendfünfhundert höre isch von dort drüwe“, schwadronierte Jockel inzwischen. „Wat dann? Mehr hat ihr mir nit zu bieten, Freunde? Hört ma, ihr erwerbt damit dat Anrecht, einer eschten, einer wahrhaftijen Prinzessin, also dat is de Tochter von so enne Könich, zu zeigen, wie hier bei uns jefickt wird und wat für Kerls ihr seid!“ Die letzten Worte schrie er regelrecht in den Gegenstand in seiner Hand und seine Stimme wurde auf wundersame Weise von rundum laut deutlich wiedergegeben – es war beinahe als spräche er mit der Stimme der Macht.

Sogleich erhob sich ein lautes Johlen im Saal und mehrere Arme schnellten nach oben. Jockel war in seinem Element, ganz wie ein Rosstäuscher, wenn er einem eine Schindmähre als edelstes Ross verkaufen wollte. Nur dass das in diesem Fall nicht nötig war. Ich sah Lea vor mir sitzen, nicht als Prinzessin sondern als Frau. Wenn sie nicht die Tochter meines Herrn und Königs wäre, ich weiß nicht, mit was für Gelüsten ich sie anschauen würde… „Prinzessin“, flüsterte ich.

„Ich muss euch noch ein letztes Mal allein lassen, dann kehren wir heim. Ich muss verhindern, dass jemand erfährt, wie wir verschwunden sind. Harrt aus, ich bin gleich wieder da…“Dann zog ich Mändi mit mir in Richtung Vorhang. Die Arme schien zu ahnen, dass der Abschied nahte, sie drängte sich an mich und griff nach meinem Zauberstab, als wir hinter dem Vorhang verschwanden. „Merlin“, hub sie an, „du wirst mir fehlen. Kann ich nicht mit dir kommen?“ „Nein“, antwortete ich und schüttelte den Kopf.

„Du gehörst hierher, wir nicht. Und ich muss verhindern, dass der Prinzessin ein Leid geschieht. Aber das kann ich am besten daheim. Du siehst doch, wie verloren und unglücklich sie aussieht. „Dann fasste ich mich, wob mit den Fingern vor ihren Augen ein paar Runen und ließ sie alles vergessen, was innerhalb der letzten Stunden geschehen war, bevor ich mich abwandte und zurück zum Bett eilte. Beim Gehen merkte ich, wie meine Kräfte allmählich nachließen.

Trotz aller Aufladung konnte ich diesen Zauber nicht unbegrenzt aufrechterhalten. So eilte ich mich. „Prinzessin“, flüsterte ich hastig, als ich wieder neben ihr stand. „Es muss jetzt schnell gehen. Eigentlich war es anders geplant, aber wir beide müssen jetzt durch den Spiegel gehen. SOFORT! Das bedeutet, Ihr müsst Euch entkleiden. “ Ängstlich blickte ich dabei über die Schulter zu den zwei Gardisten von Jockel. Wadim schaute tatsächlich direkt zu mir und kniff die Augen zusammen.

Die Prinzessin sah mich fassungslos an. „Ich soll mich entkleiden? Nackt?!? Jetzt und hier?“ Ich nickte, wobei mir einfiel, dass sie mich hören, aber nicht sehen konnte. „Um eures Vaters Frieden Willen, ja!“, flehte ich halblaut. „Ihr erinnert euch doch sicher noch daran, dass nur lebende Materie allein die Grenze des Spiegels durchdringen kann. Nicht nur Ihr müsst Euch entkleiden, auch ich muss es tun. Und damit wir auf keinen Fall wieder getrennt werden, ganz gleich, was uns auf der anderen Seite erwarten mag, müssen wir gemeinsam durch den Spiegel…“Zu meinem Erstaunen erhob sich die Prinzessin, ohne meine letzten Worte abzuwarten und stieg aus den weißen Schuhen mit den unglaublich langen Absätzen, die ihre Füße in eine sicher schmerzhafte, unbequeme Haltung zwangen, aber ihrer Gestalt bei jedem Schritt den Anschein gaben zu schweben und ihre Beine für das Auge auf das Köstlichste verlängerten.

Ich eilte mich, es ihr gleich zu tun und riss mir die Weste und die Hosen vom Leib. Jockel, der mitten in seinem Element war, sah mit Erstaunen, dass die Prinzessin sich plötzlich erhob und begann sich auszuziehen. Das Publikum johlte und klatschte, als sie gleich darauf Stück um Stück ihrer knappen Garderobe ablegte und Jockel kam kaum damit hinterher, die plötzlich explodierende Bietfreudigkeit potentieller Jungfernschänder in Worte zu fassen. Hektisch blickte er zur Prinzessin und deutete ein Kopfschütteln an.

Die aber stieg aus dem Kleid, ließ es auf den Boden sinken, warf ihre Krone und das Gestell auf ihrer Nase darauf, lächelte ihn freundlich an und war im selben Augenblick unter dem federleichten, weißen, glänzenden Tuch verschwunden, das ich vom Bett gerissen hatte, so dass sie aussah wie ein Gespenst, als es über ihr niedersank. Nun musste es schnell gehen. Ich hatte über die Schulter gesehen, wie die zwei Leibwächter aufgesprungen waren, als das Betttuch sich plötzlich selbständig zu machen schien.

Ich dirigierte die Prinzessin an den Armen in Richtung Spiegel und flüsterte gleichzeitig eindringlich: „Alles ausziehen, JETZT SOFORT!“, während ich nackt unter das Laken schlüpfte. Sodann weitete ich meinen Sichtschutz auf sie aus und wirbelte das Tuch mit einer Willensanstrengung hoch, so dass es aussah, als wäre etwas in seinem Inneren etwas mit großer Macht explodiert, umfasste ihren Arm und schob sie, verborgen vor den Blicken aller, vor mir her durch den Spiegel, so dass das Tuch bei seinem Niedersinken keinen Halt mehr fand und langsam in sich zusammenfiel.

Jockel brauchte einen Moment um die Situation zu erfassen. Er schüttelte schließlich fassungslos den Kopf. „Habt ihr dat jesehen?“, fragte er benommen seine Gardisten, hob das Betttuch hoch, blickte darunter, kauerte sich dann neben das Bett und warf auch darunter einen Blick. „Was war das, ein gottverdammter Zaubertrick? Wie zum Geier konnte dieses verfickte Rotzgör sich einfach in Luft auflösen? Und vor allem: Wohin ist sie verschwunden?“ Das Publikum buhte und pfiff mittlerweile. Wütend richtete sich Jockel wieder auf, blickte seine beiden Leibwächter genervt an und brüllte unvermittelt: „Na los, ihr zwei Nachtwächter – FINDET SIE!“ Dann kickte er frustriert gegen den alten Spiegel, den unbegreiflicherweise irgendjemand an das Bett gelehnt hatte, worauf dieser langsam nach vorn kippte und das Spiegelglas im Rahmen mit einem markerschütternden Geräusch in winzige Splitter zerbarst, fast so als ob eiserne Krallen kreischend über Glas kratzten… Lea 11 Hart schlug ich auf dem Boden auf… Der Boden war eiskalt, und sofort erkannte ich Merlins Gemächer.

Ich konnte es kaum glauben, Merlin hatte uns wirklich zurück gebracht. Jetzt erst fiel mir auf das ich nackt auf dem Boden lag, aber viel schlimmer war es, das Merlin auf mir drauf lag. Ich fasste ihn an den Schultern. „Merlin was erlaubt ihr euch? Geht sofort von mir herunter!“ Dann hörte ich eine mir bekannte Stimme. „Da sind sie, ergreift den Frevler“, und Merlin flog förmlich in die Höhe, die Schlosswachen hatten ihn von mir herunter gezogen.

„Prinzessin, geht es euch gut? Ich ließ euch überall suchen. “ Es war mein Vater, der König, der zu mir sprach. Ich nickte. „Mein König“, sagte ich. „Es ist nicht so wie es aussieht, Merlin hat mich gerettet. “ „Da bot sich mir aber ein anderes Bild von euch“, sagte der König und wandte sich dann an die Wachen. „Legt Merlin in Ketten und werft ihn in den Kerker und morgen den Löwen zum Fraß vor.

“ Die Wachen nahmen Merlin mit und ich war mit dem König allein. „Bitte hört mich doch an“, flehte ich, aber der König war unnachgiebig. Er wandte sich von mir ab und sagte: „Bedeckt euren Körper Prinzessin und dann folgt mir. “ Ich hängte mir eine Decke um und folgte dem König, der mich zu meinen Gemächern brachte. Meine Zofe kam, um mir beim Bad zu helfen. Traurig erzählte ich ihr, was ich erlebt hatte, und sie hörte mir aufmerksam zu.

Später als ich wieder allein war, dachte ich wie es Merlin wohl erging. Alles war meine Schuld und jetzt saß Merlin auch noch deshalb im Kerker. Tränen standen mir in Augen. Plötzlich klopfte es an der Tür, die Königin war gekommen und nahm mich in den Arm und drückte mich. Meine Zofe hatte ihr alles erzählt und wir sprachen die halbe Nacht über meine Erlebnisse. In der Nacht konnte ich nicht schlafen, ich war aufgewühlt von dem Erlebten und vor Sorge um Merlin.

Irgendwann in den Morgenstunden schlief ich dann doch ein und wachte erst sehr spät auf. Schnell zog ich mich an und eilte zu den Gemächern des Königs. Als ich an der Arena vorbei lief erschrak ich… Da lag Merlins Umhang auf dem Boden und die Löwen schlichen sichtlich satt umher. Wie versteinert blieb ich stehen… und lief dann zur Tribüne. „Merlin, oh nein, Merlin“, schrie ich und Tränen liefen mir über das Gesicht. Traurig und mit gesenktem Kopf wandte ich mich ab und ging traurig zurück.

Doch halt, wer stand denn da an der Schlossmauer? Ich traute meinen Augen kaum, es war der König. Und neben ihm stand … Merlin? Wie konnte das sein? Ich rannte so schnell ich konnte und fiel Merlin um den Hals. „Merlin, ihr lebt!“ Ich war so glücklich. Dann sagte der König: „Prinzessin, die Königin hat mir noch in der Nacht alles erzählt und ich wollte es nicht glauben, und so ließ ich nach Merlin schicken, der mir alles genauso bestätigte, worauf ich ihn natürlich sofort frei ließ, aber wir fanden das ihr einen kleinen Schreck verdient habt, für euer ungebührliches Verhalten.

“ Ich musste lachen. „Ihr habt recht und ich werde nie wieder Merlins Zauber ausprobieren“, sagte ich und nahm die beiden in den Arm. Ich war so froh wieder zu Hause zu sein. ENDE.

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