Neandertaler 02

Bitte die Reihenfolge der geschichten einhalten!Ich fasste das Laub an. Es war noch etwas warm. Weit konnte die Frau noch nicht sein. War sie allein? Andere Spuren konnte ich nicht erkennen. Mein Stamm hätte nie eine begattbare Frau allein in den Wald gehen lassen. Nur ausgesuchte Männer durften ihren Samen in den Schoß legen. Mit gesenktem Kopf, doch immer wieder hoch schauend und die Umgebung prüfend folgte ich der Spur. Die Größe der Abdrücke, das Muster der Fußabdrücke ließ nur den Schluss zu, dass eine junge Frau vor mir diesen Pfad betreten hatte.

Meine Nase hatte mich also nicht getrogen.. Hier ein geknickter Grashalm, dort ein zertretenes Kraut: Das Mädchen oder die Frau musste sehr leicht sein. Die junge Frau hatte sich an den Himbeeren gütlich getan und war nun auf dem Weg zur abgestorbenen, großen Fichte. Nicht immer, aber oft, hatte sie das Glück, unter der losen Rinde reichlich Beute zu machen. Sie mag die fetten, sogar etwas süßlich schmeckenden Maden. Ich merke, dass ich der Frau nicht näher komme.

Mein Spuren lesen behindert mich in der Geschwindigkeit und mein Magen meldet sich mit deutlichem Grummeln. Trotzdem lasse ich mich von den Spuren leiten, bin gespannt, was für ein Wesen sich hinter dem Duft des Urins verbirgt. Auf ihrem Weg schaut sich die Frau immer mal wieder um. Sie überkommt ein seltsames Gefühl. Sie fühlt sich nicht mehr allein. Sie ignoriert aber dieses eigentümlich intensive Gefühl und beginnt, am Baum angekommen, große Rindenstücke abzuziehen.

Die Rinde löst sich leicht und tatsächlich kann sie ihren Appetit stillen. Überall in diesem lichten Urwald liegen umgestürzte Bäume. Die Frau weiß, dass sie da genügend Maden, Asseln und anderes Getier finden wird, aber ihr Sinn steht eher auf etwas Süßes. Sie weicht etwas von der Spur ab, weil ihr Auge ein Nest von Wildbienen entdeckt hat. Sie setzt sich an den nun rindenlosen Stamm und überlegt. Soll sie nun zu diesem Felsen gehen, der sie magisch anzieht.

oder sollte sie doch lieber den Pfad nach hause nehmen. Die Sonne hat noch lange nicht ihren halben Weg über das Zelt des Himmels gemacht. Sie wehrt eine Biene ab, aufgeregt und nervös scheint sie zu sein, wie wenn ihr Nest angegriffen wird und sie auf der suche nach dem Angreifer ist. Sie zieht ihr Fell, das vielen kleinen Flusstieren das Leben gekostet hat, so, wie sie es im Winter trägt. Die Bienen werden ihr wohl nichts anhaben können und dann öffnet sie deren Nest.

Schnell erobert sie die Tracht und entfernt sich. Einige Bienen verfolgen sie, aber sie kann sie abschütteln und hat eine wunderbare Mahlzeit. Ich folge der Spur weiter. Kurz darauf erreiche ich eine alte Fichte. Die Rinde ist teilweise entfernt und ich sehe, dass es kein Tier war. Die Spuren deuten auf einen Menschen wie mich. Aber es ist weit nach oben abgerissen. Das Wesen scheint nicht klein zu sein. Langsam formt sich in mir, dem erfahrenen Trapper das Bild einer jungen, schlanken und großen Frau.

Und ehrlich? Das ist mein Beuteschema… Ich merke, wie mein Körper auf die Erkenntnis reagiert. Die hochgewachsene Frau geht am Rand der Lichtung, an der Grenze zum Dickicht entlang. Sie ist noch keine 50 Schritte gegangen, als sie stehen bleibt, weil sie erneut dieses intensive Gefühl hat, dass jemand in der nähe ist. Der Wind weht von der Fichte her und sie nimmt einen Hauch, den Schatten eines fremden Duftes wahr. Am Fuß des Baumes ist ein Abdruck von einem sitzenden Menschen.

ein paar Pilze, nicht essbar, sind umgekippt, ein paar andere sogar platt. 100 oder  vielleicht 200 große Schritte mögen wohl zwischen uns liegen. Zu weit für den Speer, aber gut für den Bogen. Ich ziehe einen Pfeil aus dem Lederfutteral und lege ihn auf den Bogen. Man weiß ja nie, wie das Gegenüber reagieren wird,Die junge, abenteurerlustige Frau beschließt, wieder nach hause zu gehen. Diesen Entschluss fasst sie, als sie ein Knacken hört aus der Richtung der Fichte.

Ihre Zehen krümmen sich nervös, graben sich in den Waldboden. Sie weiß, sie muss sich verstecken, wie das Reh sein! Schnell kriecht sie zwischen zwei Haselnusssträucher und kauert sich hin. Ich prüfe den Wind und vergleiche die Richtung mit der Spur, die von dem Baum weg führt. In großem Bogen umgehe ich die Richtung. Gehe zügigen Schrittes so, wie ich auch ein Schwein des Waldes verfolgen würde. Ich weiß, dass die eine gute Nase haben und wenn das Muttertier Kleine mit sich führt, ist sie ein ernst zu nehmender Gegner.

Die Frau ergreift ihr Messer und kauert sich hin. Sie ahnt, dass es bestimmt kein gefährliches Tier ist, viel wahrscheinlicher ein Hirsch oder auch eine einzelne wilde Sau. obwohl die oft gefährlicher sind als ein einzeln gehender Wolf, vor allem wenn sie Babys habenAuf dem Weg angekommen, den ich vermutete, sehe ich keine Spuren. Entweder habe ich ein Geräusch gemacht, das das Wesen hörte oder es hat die Richtung geändert. Ich gehe in Richtung des Baumes zurück.

Dann sehe ich, dass die Spur seitwärts in ein Gebüsch führt. Auch Bachen verstecken in der Zeit der Sonne sich gerne im Unterholz, wenn sie Frischlinge an ihrer Seite haben. Ist sie entdeckt oder sucht das Wesen schon einen Platz der Ruhe? Aber die Sonne wird noch lange nicht die Welt verlassen und die Ahnen besuchen. Ich lege den Bogen über die Schulter und ergreife mein Beil und den Speer. Jetzt, in der Nähe hilft der Bogen nicht.

Da sehe ich etwas Braunes am Fuße des größten Baumes und dann ein blasses, sehr weißes Gesicht. Nicht so braun wie meines. Das Wesen schaut mich an. Die Frau traut ihren Augen kaum! Durch das dichte, schützende Bättergewirr erkennt sie einen Menschen. Doch er sieht nicht aus, wie die Männer ihrer Horde: Er ist kleiner, breiter, gedrungener… Es scheint, dass er, was ihm an Größe fehlt, überbordend mit Kraft wettzumacht. Er hat einen seltsam gebogenen Stab mit einer gespannten Sehne, greift zum Speer.

Niemals in ihrem Leben hatte sie solche Angst. Ich kauere mich in Gras und mache mich so klein wie möglich. Wer weiß, wie das Wesen auf mich reagieren wird. Bereit zum Sprung schau ich das Wesen unverwandt an. Irgendwie sieht die Frau, ich bin nun sicher, dass es eine Frau ist, nicht so aus, als wenn sie angreifen wollte. Der Blick ist eher wie bei einem Hasen, der weiß, das mein Pfeil in gleich tötet.

Das es eine Frau ist, die gerade in der Hitze ist (so nennen wir in unserer Sprache die Zeit, wo die Frauen den Männern zugeführt werden) hatte ich bereits vermutet. Vielleicht sah sie deswegen so ängstlich aus. In einer Hand hielt sie etwas, dass ich nicht kannte. Musste wohl ein besonderer Stein sein. Mit so etwas kann man doch nicht auf die Jagd gehen. Es blitzt und blinkt, wenn die Sonne drauf fällt. Jeder würde es sehen und angreifen oder schnell weglaufen.

Da war mein Beil besser. Der braun graue Stein ist sehr scharf. Man kann damit werfen und ein Tier töten, aber auch zu viele Haare im Gesicht entfernen. Die Frau zittert am ganzen Körper. So meint, ihr Leben endet nun. Sie hat nicht gehorcht, hat sich als Frau allein vom Lager entfernt, ist umher gestreift. Jetzt würden sie die Götter strafen. Sie war sich sicher, dass die hohen Mächte diesen Mann gesandt hatten, um sie ungehorsames Weib von der Erde zu tilgen.

Ihre Angst war so schrecklich, dass sie kaum noch Luft bekam und sie das Wasser nicht mehr halten konnte. Ein zarter Duft, wie ich ihn vor kurzer Zeit schon gerochen hatte, schwappte herüber. Meine Vermutung wurde bestätigt: Eine Frau in der Hitze saß unter dem Strauch und ihre Augen verrieten Angst. Und Wasser verließ ihren Körper. Vorsichtig näherte ich mich und stimmte leise ein Lied an, dass die alten Frauen in der Siedlung sangen, wenn die Nachtgeräusche Angst in die Seelen der Kinder brachten.

Die leisen, lang gezogenen Töne, so hoffte ich, würden die verängstigte Frau besänftigen und nicht zum wehrhaften Angriff veranlassen. „Der muss von den Göttern sein, denn so einen Mann wie ihn habe ich noch nie gesehen. Seine großen Wülste über den Augen, seine breite, riesige Nase, sein enormer Mund. Alles sieht so anders aus. “ dachte die Frau. Sie glaubt, sie muss nun sterben. Das weiß sie nun. Aber sie würde nicht unwürdig gehen und sich kauernd abstechen lassen in diesem Busch.

Sie steht auf, als sie sie plötzlich einen Gesang von dem Mann hört und tritt aus dem Laubwerk und steht nun vor ihm, nur zwei Schritte entfernt. Er singt und hat seine Waffe gesenkt. Die Frau hat ihr Messer schon im Busch fallen lassen. den willen der Götter nicht zu befolgen, sich dagegen zu wehren würde nur ihren Zorn noch nähren. Dessen ist si sich sicher. Sie hört diese fremdartige Melodie, die seltsam sonore Stimme.

Er muss von den Göttern sein, kein Mann von dieser Erde klang so. Überrascht und fast lächelnd stelle sie fest, dass dieser Göttermann einen Kopf kleiner ist als sie. Ihre Angst ist etwas gewichen, da ihr gegenüber so gar nicht aggressiv wirkt. Ein Reh wirkt plump gegen dieses weibliche Wesen… Sie siehst mich aus einer Mischung von Angst und Erwartung an. Sie ist sichtbar verwirrt, weil ich singe…Und sie ist schön. Ihre Nase ist größer als die der bisherigen Frauen, die ich hatte.

Das Fell, das eigentlich ihre Brüste bedeckt, ist etwas zur Seite gerutscht. Verführerisch recken sie sich mir entgegen und die behaarte Mitte lässt sofort meine Männlichkeit erwachen. Der Ruf der Götter…Ich deute auf mich, finde , es ist eine gute Idee, meinen Namen zu nennen: Hungara (das heißt in meiner Sprache so viel wie „Jäger“). Meine Augen wandern zu ihren Augen, die nun nicht mehr so ängstlich schauen. Neugierde ist in ihnen zu sehen.

Die so vor ihm Stehende betrachte den Mann, mustert ihn. Sein breiter, stämmiger Körper ist mit einem Pelz aus verschiedenen kleineren Tieren bedeckt, nur die strammen, fast rund wirkenden Waden schauen hervor. Aber schon an den unteren Beinen erkenn sie die Kraft, die in ihm stecken muss. Seine Arme sind dicker, als die der Männer ihres Stammes. Die sind alle recht groß und langgliedrig…Die Frau fragt sich: „Wieso nennt er mir seinen Namen? Wieso stellt sich der Abgesandte der Götter vor, bevor er mich in die andere Welt holt?“Sie beschließt zu antworten.

Ihre zitternde Hand deutet auf ihre Brust Brust und sie sagt dünn und leise: „Nuko …“Die Frau sieht so anders aus als die Frauen der Stämme, die ich bisher gesehen hatte und die das Lager mit mir teilten. Nur der Duft nach Süße und heißer Frau verrät, dass ich auf der richtigen Fährte bin. Die Frau beschließt demütig zu sein. Vielleicht sind die Götter doch gnädiger als sie denkt. Sie geht auf die Knie vor dem Mann und senkt ihren Kopf.

Oh, Sie nennt mir ihren Namen… das ist ein guter Weg…Ich deute auf sie und wiederhole „Nuko…“, dann auf mich und sage „Hungara…“Die junge Frau riecht den männlichen, erdigen Duft nach Wald, Harz, Wild und Schweiß. „Wieso dieser Geruch, wenn er ein göttliches Wesen ist?“ fragt sie sich. „Steh auf!“ sage ich zu der Frau… Keine Reaktion. Ich wiederhole die Aufforderung, aber sie schaut mich nur fragend an. Ich begreife, dass sie eine andere Sprache spricht.

Die Frau hört melodische Geräusche aus seinem Mund, kurz und geteilt… zwei Worte? Sie schaut hoch und sieht seine rechte, breite Hand. Sie versteht… sie soll aufstehen. Sie begreift und gehorcht. Ich beschließe, ihr unter die Achseln zu fassen und sie hoch zu heben und auf die Füße zu stellen. Wieder steigt mir ihr Duft in die Nase und ich sehe an der Bewegung ihrer Nasenflügel, dass sie mich auch beschnuppert. Ihr umgehängtes Fell verrutscht nun gänzlich und gibt den Blick auf den ungeschützten Körper frei…Ihr Körper ist so anders, das wird mir immer deutlicher.

Diese großen Augen, die schöne, ausgeprägte Nase, nicht so groß und platt wie meine, ihre kleinen Brüste mit einer Warze, wie ich sie kenne und einer… so etwas hab ich noch nie gesehen… Aber sie weckt mein Interesse. Was ist das wohl für eine Brust…Muss toll sein, die in den Mund zu nehmen und dann der flache Bauch… Darunter schimmert in der Sonne ein Büschel dünner Haare und der Schlitz ist gut sichtbar, die Oberschenkel zart und weiß wie das kalte Wasser im Winter, das die Götter als Decke über das Land legen.

Ihre Füße sind kleiner, als die Körpergröße ankündigt. Ich merke, wie mein Stab der Vermehrung sich anschickt sein Fell an die Seite zu schieben. In unserem Stamm werden die Männer so gelassen, wie die Götter sie geschaffen haben. Auf meinen Wanderungen habe ich aber Stämme gesehen, wo die Männer von Priestern eine Haut abgeschnitten bekommen haben. Das ist sicherlich schmerzhaft und oft hat sich da auch was entzündet und manche sind von den Göttern zu sich geholt worden.

Ich fand die Haut sehr praktisch. Wenn man durch den Wald streift, sind da auch manchmal Nesseln oder Dornen, die trotz Fell den Körper berühren. Wenn die meinen ungeschützten Stab verletzen würden…Sicherlich sehr schmerzhaft. — Fortsetzung folgt —.

Keine Kommentare vorhanden


Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

Alle Texte, Handlungen & Personen auf ErotischeGeschichten.net sind Fiktion und frei erfunden. Alle Akteure in Geschichten und auf Bildern sind volljährig!